Donnerstag, 11. August 2011

[Rezi] 750 Gramm pro Woche - Renate Kaiser

 
·  Klappenbroschur: 144 Seiten
·  Verlag: Schenk Verlag (September 2010)
·  ISBN: 978-3939337799
·  FSK: empfohlen ab 9 Jahren
·  Preis: 7,90 Euro 

Dieses Buch wurde uns "Verrückten Leseratten" als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dafür vielen Dank! Zwar gehöre ich altersmäßig mit meinen 30 Jahren nicht mehr wirklich zur Zielgruppe dieses Buches, aber ich habe es trotzdem sehr gerne gelesen.

Inhalt:

Die 13jährige Tabea zieht mit ihrer Familie von Stuttgart ins Rheinland. Neben den üblichen familiären "Problemchen" eines Teenagers, wie nervende Mutter und nervender Bruder, muss sie sich hier einen komplett neuen Freundeskreis aufbauen. Da ist es nicht gerade ermutigend, dass sie von der angesagten
Mädchen-Clique ihrer Klasse als "Maultasche" tituliert wird. Der Außenseiter Niklas ist der einzige, mit dem sie sich normal unterhalten kann.

Doch einige Tage später laden die drei Mitglieder der Clique Tabea zu einem Mädels-Nachmittag ein, und Tabea sagt glücklich zu. Die Mädchen verbringen den Nachmittag mit Catwalk-Training ala Heidi Klum, Fitnesstraining und dem Höhepunkt der Woche: dem Gang auf die Waage. Denn es gilt ein großes Ziel zu
erreichen: Size Zero – Kleidergröße Null. Für Tabea, die gewichtsmäßig noch lange nicht mit den anderen dreien mithalten kann, bedeutet dies: Sie muss mind. 750 Gramm pro Woche abnehmen. Tabea legt sich ins Zeug, sie treibt Sport wie eine Wahnsinnige und vermeidet das Essen, wo es nur geht. Tatsächlich stellt
sich der erwünschte Erfolg ein und in der ersten Woche erreicht sie locker ihr Ziel. Doch sie merkt, dass es gar nicht so einfach ist, zur Gruppe zu gehören. Denn sie muss ihre besorgte Mutter belügen und die Freundschaft zu Niklas verleugnen.

In der zweiten Woche muss Tabea dann eine herbe Niederlage einstecken. Nur 200 Gramm hat sie abgenommen. Und dafür wird sie von ihren drei vermeintlichen Freundinnen hart bestraft...

Meine Meinung zum Buch:
"750 Gramm pro Woche" ist auf der einen Seite ein typisches Teenagerbuch, auf der anderen Seite behandelt es ein wirklich ernstes Thema: den allgegenwärtigen Magerwahn, dem vor allem viele junge Mädchen zum Opfer fallen.

Gut gefallen hat mir, dass das Buch sehr aktuell ist und moderne Begriffe (z.B. "Chucks") verwendet werden. Allerdings habe ich so meine Zweifel, ob in drei Jahren noch jemand etwas mit z.B. Kristian und "Q" aus der GNTM-Jury etwas anfangen kann (die sind ja jetzt schon nicht mehr dabei...) Von daher bleibt die Aktualität wohl nicht von langer Dauer.

Einen Minuspunkt gibt es dafür, dass in "750 Gramm pro Woche" wirklich so ziemlich jedes Klischee bedient wird, das man sich vorstellen kann: eine ständig nörgelnde Mutter, ein aufsässiger kleiner Bruder, ein langweiliger Streber und drei Obertussies. Ein weiterer kleiner Minuspunkt für die Tippfehler, die ich gefunden habe.

Insgesamt aber ist es ein Buch, das mir als Teenager sehr gut gefallen hätte, und das ich weiblichen Teenagern auch guten Gewissens empfehlen kann.

Eure Verrückte Leseratte
Sandra

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