Mittwoch, 15. Januar 2014

[Wir lesen] Das Schicksal ist ein mieser Verräter ~ John Green // 3. Meilenstein


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Kurzbeschreibung des Buches
„Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander - trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Ein tiefgründiges, emotionales und zugleich freches Jugendbuch über Krankheit, Liebe und Tod.


Quelle: Hanser Verlage


3. Meilenstein: Kapitel 11 bis Kapitel 15:

So langsam geht's ans Eingemachte. Wie haben wir den dritten Abschnitt erlebt? Wie viele Taschentücher kamen zum Einsatz?

Duna: Die Reise nach Amsterdam hat sich zwar nicht so entwickelt wie es sich Hazel und Gus vorstellt haben aber sie hatte auch ihre guten Seiten. Peter Van Houten hat mich irgendwie richtig sauer gemacht mit seiner Art. Zwar möchte ich ihn schon nicht wie er die Brief geschrieben hat aber das ging dann doch ein wenig weit. Dafür sind sich Hazel und Gus sehr nahe gekommen. Würde ja auch mal Zeit. Leider würde die Liebe zwischen den 2 gleich wieder ein wenig getrübt da Gus Hazel erzählt hat das sein Krebs wieder ausgebrochen ist und er keine guten Heilungchancen hat. Das hat mich fast zum weinen gebracht. Das Buch ist wirklich eine Achterbahn der Gefühle. Ich muss leider aber auch sagen das mich der abschnitt jetzt nicht so gefesselt hat so das ich das Gefühl hatte das ich ich jetzt gleich wissen will wie es weiter geht.

Fraencis: Es fiel mir auch dieses Mal wieder schwer, das Buch aus der Hand zu legen, um mein Fazit nieder zu schreiben. Doch das ist nicht das Schwierigste, ich finde es nämlich nahezu unmöglich in Worte zu fassen, wie ich das Buch finde.

In diesem dritten Abschnitt kam der Wendepunkt der Geschichte: Gus’ Krebs ist wieder gekommen und Heilungschancen hat er keine. Eigentlich war eine solche Wendung zu erwarten, doch mich hat es trotzdem ein wenig mitgenommen. Gerade weil Gus immer als derjenige erschien, der der Gesündeste und Stärkste der drei Freunde ist. Wie Hazel treffend auf Seite 175 bemerkt: “[…] und mir fiel auf, dass ich zum ersten Mal seit Jahren die gesündeste Person im Raum war.”.
Interessant finde ich, wie Isaac damit umgeht, dass er nun blind ist. Zuallererst setzt er sich gar nicht mit dieser Tatsache auseinander, sondern empfindet die Trennung von seiner Freundin Monica als schlimmer. Ich denke, dass das ein ziemlich wichtiger Aspekt ist, der zeigt, dass auch Jugendliche mit einer schweren Krankheit dennoch Jugendliche sind, und daher auch alle Emotionen durchleben, die gesunde Jugendliche auch durchmachen. Das wird noch einmal zum Thema, als Hazel und Gus ihre Liebe zueinander entdecken und sich ausprobieren wollen.
Die Reise nach Amsterdam ist für alle drei Reisenden wichtig: Für Gus und Hazel wird dies sehr wahrscheinlich die einzige, lange Reise bleiben und Hazels Mutter kann sich auch mal ein wenig entspannen. Sie weiß ihre Tochter in guten Händen, und das ist sicherlich auch eine tolle Erfahrung. Der Besuch beim Schriftsteller Peter van Houten verlief für die beiden Jugendlichen nicht so wie erwartet, aber ich hatte es kommen sehen. Nicht unbedingt, dass van Houten so ein “Dreckskerl” (Seite 150) ist, aber irgendwie war es abzusehen, dass dieses Treffen anders verlaufen würde. Schließlich hatte Hazel sehr viel Hoffnung in das Gespräch gelegt, sodass ihre Erwartungen sowieso nicht hätten erfüllt werden können.

Joy: so langsam spürt man, das man dem unweigerlichen Ende entgegen gehen... Allerdings finde ich es mittlerweile nicht mehr so einfach und flüßig zu lesen, wie am Anfang. Es ist wahnsinnig Poetisch und Lyrisch.... wunderschön... aber man braucht einfach seine Zeit um es auf sich wirken zu lassen...

Ich kann garnicht mehr aufhören zu lesen....

Isabell: Bei mir flossen schon die ersten Tränen, einfach weil die Beziehung zwischen Hazel und Gus so süß ist und weil bei Gus wieder der Krebs diagnostiziert wurde. Es ist eigentlich nicht groß was los gewesen, weswegen man weinen kann, aber ich weiß was noch alles kommen wird und ich werde bei dem Buch immer total gefühlsduselig. 
In den vorherigen Kapiteln denkt man von Peter van Houten eigentlich, dass er ganz nett ist, aber er entpuppt sich als ganz anders, als Hazel und Gus erwartet haben. Ich finde das zeigt sehr toll, wie man sich in Menschen irren kann.
Für die nächsten Kapitel habe ich mir schon Taschentücher bereit gelegt und in gespannt wie ich es dieses mal alles überstehe. 

Chia: Der Besuch in Amsterdam lief ja mal ganz anders als geplant. Peter erwies sich nicht als der nette zuvorkommende Autor sondern als richtiger Fiesling. Hazel verliebt sich in Gus und gibt es auch zu. Und meine schlimmste befürchtung ist wahr geworden: Gus hat wieder Krebs! Ich weis nicht warum, irgendwann über kam mich dieser Gedanke doch ich verwarf ihn. Naja er ist wahr geworden.


Sasija: Die Idee, dass Gus Hazel die Fortsetzung von "Ein herrschaftliches Leiden" schreiben möchte hat mir sehr gut gefallen. Ich hoffe er kommt auch wirklich noch dazu ihr das Ende zu erzählen.
Hazel erlebt mit Gus einen tollen Ausflug in Amsterdam. So wie es sich frisch verliebte Jugendliche (die ein Fünkchen an Romantik besitzen) gerne wünschen. Sie bekommt einen leidenschaftlichen Kuss und kommt ihrem Gus so nahe wie noch keinem Jungen zuvor.
Das sich die Geschichte nun so wendet hätte ich nicht erwartet. Gus der starke und muskulöse Junge, der so selbstbewusst an Hazels Seite steht, als müsse er sie beschützen. Gerade er ist nun derjenige der beschützt und dem geholfen werden muss. Für Hazel steht die Welt Kopf. Sie muss bangen, keinen Anruf zu bekommen... Gus sei tot. Damit hatte Hazel wohl auch nicht gerechnet. Die ganze Zeit war sie die Schwächlichste der drei Freunden und nun muss sie feststellen, Isaac ist hilflos und Blind, Gus kraftlos und schwach. Nun ist nicht nur sie die tickende Bombe, die nichts als Trauer und Schmerz zurück lässt.
Hier hat mit das 14 Kapitel mit dem "Eierwerfen" sehr gut gefallen :D Ich konnte mir richtig vorstellen wie Monicas Mum die Flucht ergreift ^^
Und der Anfang vom 15 Kapitel... (Erzählt von Hazel)
"Zitat Seite 211"
Mein Vater: "Emily, dieser Risotte..."
Meine Mutter: "Einfach köstlich."
Gus´ Mutter: O Danke. Ich gebe euch gerne das Rezept."
Gus, nach einem Bissen: Allerdings ist die Kopfnote eindeutig Nicht-Oranhjee."
Ich: Gut beobachtet. Es ist köstlich, aber es ist nicht Oranjee-ig."
Meine Mutter: "Hazel."
Gus: "Denn es schmeckt wie..."
Ich: "Essen."
Gus: "Ja, genau. es schmeckt wie Essen, wie hervorragend zubereitetes Essen. Aber es schmeckt nicht - wie soll ich es vorsichtig ausdrücken..."
Ich: "Es schmeckt nicht, als hätte Gott selbst den Himmel zu einer Reihe von fünf Gerichten gekocht, serviert mit mehreren leuchtenden Kugeln aus fermentiertem sprudelndem Plasma, während um den Tisch am Kanalufer echte und buchstäbliche Blütenblätter stieben."
Gus: "Schön gesagt."
Gus´ Vater: "Unsere Kinder sind seltsam."
Mein Vater: "Schön gesagt."
Und genau deswegen mag ich Hazels Vater ;D
"fermentieren" musste ich erst mal googeln ^^
Meilenstein 3 hab ich eher mit Kapitel 20 beendet. Ich konnte das Buch einfach nicht wechlegen... Zwischen Meilenstein 3 und 4 ist ein recht schmaler Grat.

Nezumi: Langsam wird es spannend - und auch die Spannung zwischen Hazel und Augustus ist spürbar. Mittlerweile befinden wir uns im Amsterdam, um dem Auto von "Ein herrschaftliches Leiden" zu treffen. So viele Hoffnungen verbunden mit diesem Treffen... Ein Treffen, für das Hazel Augustus´ Herzenswunsch gekidnappt hat...
Drei kleine Zettelchen kleben noch im Buch..
Seite 192: "Ich glaube, man hat immer die Wahl, die man eine traurige Geschichte erzählt[...]". Nein, liebe Hazel, die hat man nicht immer. Eine traurige Geschichte ist eine traurige Geschichte. Und man kann nicht immer alles ins Humoristische ziehen. Irgendwann hilft auch kein Galgenhumor mehr.
Die Stelle, die mich zum Weinen brachte... Die Stelle, die ich gefürchtet, weil geahnt hatte und von der ich hoffte, mich geirrt zu haben auf Seite 196... Ich leuchte wie ein Weihnachtsbaum...
Und der letzte Zettel auf Seite 204.. Als gesagt wird, dass das Universum Intelligenz belohne. Nun meine Erfahrung ist eine andere und ich kenne mehr als genug Leute, die klug, aber unglücklich sind - und andersrum auch..
Dieser Abschnitt hat mich wirklich arg mitgenommen.. 

Katja: Oh je - Hazel und Gus sind zu Beginn dieser Kapitel in Amsterdam ~ also sie fliegen in Kapitel 11 nach Amsterdam und kommen sich bei dem Flug wirklich näher.
Es war wirklich schön zu sehen, wie unbeholfen Gus teilweise ist - aber das fand ich auch wahnsinnig süß.
Ich habe mich in dem Kapitel so wahnsinnig für die beiden gefreut, weil sie  einfach sagen, was sie fühlen und das tolle Abendessen mit dem tollen Panorama - das war einfach wirklich perfekt.
Aber ich habe mich so über Peter Van Houten aufgeregt - wie ein ein Mensch alleine so sch**ße drauf sein und Menschen derartig beleidigen. Der ist doch wirklich nicht klar im Kopf - so ein A***.
Er zerstört Hazel Traum und es ist ihm total egal... Ich hätte ihn ernsthaft aus dem Buch zerren wollen und ihm dann Verstand einprügeln wollen. (Ich neige sonst nicht zur Gewalt, aber in diesem Moment schoss mir das durch den Kopf...
Trotzdem wird der Amsterdam-Trip für Hazel und Gus nach ein echter Erfolg. Sie sehen das Anne-Frank-Museum (und darauf bin ich echt neidisch, weil als ich in Amsterdam war, habe ich das Museum nicht geschafft :-/ ) und vor allem finden beide wirklich zueinander. Das finde ich so schön.
Allerdings gibt es auch etwas, was die Stimmung wieder runter reizt und das passt so sehr zum Buchtitel - der arme Gus, der so eine schreckliche Diagnose zu verpacken hat. Das ist echt nicht fair...
Vor allem schockte mich, wie schnell der Krebs bei ihm vorran ging. Ich meine, er landet mit Brustschmerzen in der Notaufnahme...
Das Buch wird echt zu einer Achterbahn - in einem Moment bin ich total happy und im nächsten Moment bin ich total betrübt wegen der Ereignisse, die geschehen...
Ich bin jetzt gespannt auf das Ende des Buches - obwohl ich im gleichen Moment Angst davor habe, weil ich denke, dass diese Achterbahnfahrt nicht vor dem Ende des Buches aufhören wird...

Janina: Wo fange ich nur an..... Am Besten mit der Beschreibung von Amsterdam. Mich hat es sofort wieder dahin versetzt. Die Beschreibung der Menschen, Häuser und der Umgebung war so passend. (Notiz: Ich muss unbedingt dort mal wieder Urlaub machen)
Ich hätte auch gerne mal so ein Rendevous, wie Hazel und Gus im Oranjee. Traumhaftes Wetter, eine wunderschöne Stadt, leckeres Essen und Champagner oder kurz gesagt: Ich möchte auch mal die Sterne schmecken. 
Die Dialoge zwischen den Beiden waren, wie immer, herrlich zu lesen. Vieles worüber sie reden bringt einen zum Nachdenken. Es ist einfach nicht dieser "Einheitsbrei", den man in vielen Büchern ließt. 
"Es wäre mir eine Ehre, mir von dir das Herz brechen zu lassen"
Nun komme ich zu dem Treffen mit Peter Van Houten. Irgendwie hab ich mir sowas gedacht, jedoch fand ich es im Buch viel heftiger. Auf das, was Van Houten genau gesagt hat, möchte ich nicht weiter drauf eingehen. Ich fand es nur bewundernd, dass Hazel und Gus doch lange ruhig geblieben sind und versucht haben irgendwie an die Antworten zu kommen. Ich verstehe nicht, wie Lidewij es so lange mit dem ausgehalten hat.
Jetzt kommt es endlich: Der Kuss im Anne-Frank-Haus! Klar, es gibt romantischere Orte, aber es war spontan und ehrlich. Das Oranjee wäre ein perfekter Ort für den ersten Kuss gewesen, aber dies wäre halt einfach zu perfekt. Beim Beifall der anderen Besucher, dachte ich erst, dass Hazel sich das einbildet. Ich fand es irgendwie kurios. 
"Wir könnten zu dir aufs Zimmer gehen." Ein Satz mit dem ich nicht gerechnet habe.Es war so holprig, wie jedes Erste Mal. 
Mir standen mal wieder die Tränen in den Augen, als Gus von seinem Befund erzählt. Das die Story sich so wendet hätte ich wirklich nie im Leben mit gerechnet. 

Jade: Hazel und Gus sind sich nun doch schon recht nahe gekommen und haben auch gemeinsam mit Hazels Mutter die Reise nach Amsterdam angetreten, um Hazels Lieblingsautoren kennenzulernen. Wie ich erwartet hatte, verläuft das Treffen aber etwas anders als erwartet, da auch dieser wohl in der Vergangenheit einiges zu ertragen hatte. Ebenso hat sich meine Vermutung bezüglich der Krankheit von Gus nun bestätigt. Nun muss Hazel lernen, auch damit umzugehen, denn bislang war sie ja davon ausgegangen, dass sie diejenige ist, die von beiden kränker ist. Man darf also gespannt sein, wie sich das nun auch in dieser Hinsicht weiterentwickelt.


Weiter geht es...

4. Meilenstein: Kapitel 16 - Ende

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