Mittwoch, 17. September 2014

Ellis Gast~Geblubber | Nimmermehr

Dieses Gast-Geblubber ist etwas ganz Besonderes ...

Ich freue mich sehr, euch heute Elli vorstellen zu dürfen. Elli hat zwar keinen eigenen Blog, schreibt aber für ihr Leben gern. Ihre Kurzgeschichte "Nimmermehr" hat mich unglaublich berührt. Ich bin überzeugt von Ellis Schreibtalent, weshalb wir diese bewegende Geschichte mit euch teilen möchten.

Liebe Elli, herzlich Willkommen bei Ankas Geblubber!


Hallo ihr alle!

Mein Name ist Elli und wieder einmal sitze ich stumm vor meinem PC, lausche dem sonoren Lüfter und starre aus dem Fenster.
Geschichten schreiben ist ein großer Teil, der mich ausmacht und das schon seit Jahren. 2006, also mit 11 Jahren, habe ich damit angefangen. In der Schule in der hintersten Reihe ganz still und heimlich. Heute läuft das anders. Ich sitze zwar immer noch in der Schule und schreibe da auch manchmal, aber heute bin ich soweit, dass ich Menschen mit meinen Worten erreichen möchte. In einer Geschichte fließt Herzblut. Egal ob sie aus zwei, drei oder gar hunderten von Seiten besteht. Ein Satz, den mir ein enger Freund gesagt hat und mich seitdem begleitet.
Dieses Herzblut möchte ich gerne mit euch teilen.  


Nimmermehr
© Elli

Gähnend stellte er seine Tasche im Wohnungsflur ab, schlurfte in sein Zimmer und fiel auf sein Bett. Ein Griff zum Nachttisch und in die Hosentasche. Kabel ans Handy. Mit der Fernbedienung schaltete er die Musikanlage ein. Einen Moment später dröhnte in hoher Lautstärke das Intro von Game of Thrones durch sein Zimmer. Mal abgesehen von der Serie, die er liebte, war die Musik klasse.

Zach lächelte. Manchmal wünschte er sich, dass er in einer Fernsehserie leben könnte, aber das reale Leben war immer noch anders, als die Fernsehserien. Das hatte er am eigenen Leib sowie in seinem Umfeld erfahren müssen. Er sah auf sein Handy, als das kleine Lämpchen grün blinkte. Eine SMS von seinem knapp vier Jahre älteren Bruder Victor. Jeden Tag nach der Schule bekam er eine Nachricht, ob etwas zum Essen für ihn da war oder ob er sich was holen musste. Zach ließ den Soundtrack weiterlaufen und lief in die Küche. Er öffnete den Kühlschrank. Eine Glasschüssel mit Salat stand in der mittleren Ebene und glänzte ihn an. Sie lud ihn förmlich dazu ein, herausgenommen und leer gegessen zu werden. Er nahm sie und stellte sie auf die Arbeitsplatte, auf der noch ein großes Messer lag, an dem ein kleiner Fetzen Salat hing. Zach zog die Frischhaltefolie ab und sah zur Besteckschublade. Jetzt brauchte er nur noch eine Gabel. Er zog sie aus der Schublade heraus und fuchtelte damit herum, als wäre es ein kleines Schwert. Wieder fiel ihm auf, dass eine Gabel in Größe eines Langschwerts höchstwahrscheinlich sehr unhandlich und kaum zum Kämpfen geeignet war. Er nahm die Schüssel und ging zurück in sein Zimmer. Das Intro der Serie endete als er eintrat, weshalb er die Lautstärke verringerte. Manche Sachen musste man einfach laut hören, da sie sonst kaum wirkten. Zach liebte Musik. Er sah zu seiner Gitarre rüber. Er hatte das Intro sofort zu zupfen gelernt.

Verwirrt sah er zu seinem Handy, als es begann in Intervallen zu vibrieren und das Lied stoppte, das eigentlich gerade spielte. Sein Klingelton war auf der Musikanlage zu hören und er musste unweigerlich mitsummen. I See Fire von Ed Sheeran. Er sah auf das Display. Liam.
“Bist du eigentlich unfähig zu laufen?”, ging Zach lachend ran, indem er auf dem Touchscreen den grünen Hörer nach oben schob. Er hörte nur ein verächtliches Schnauben, dann aber die gut gelaunte Stimmte seines besten Freundes, der in der gegenüberliegenden Wohnung saß und trotzdem anrief: “Ach, sei doch still. Bock nach draußen zu gehen?”
“Draußen sieht es aber unfreundlich aus”, jammerte Zach und sah aus dem Fenster. Riesige Gewitterwolken bewegten sich langsam über ihn. Es war keine Besserung in Sicht. Zu dicht und weit war die Wolkendecke. Er wartete auf Widerspruch, der aber zu seiner Verwunderung nicht kam.
“Dann komm ich halt rüber.” Liam legte auf. Zach blickte verwirrt auf sein Handy, pausierte und legte es auf sein Kopfkissen. Er ging zur Tür und sah durch den Spion. Die gegenüberliegende Tür ging auf und Liam kam heraus. Manchmal fragte Zach sich, wieso Liam so eine tiefe Stimme hatte. Sie passte gar nicht richtig zu ihm. Zumindest war es komisch, wenn man das erste Mal mit ihm sprach. Er war dafür nicht bullig genug. Er sah zu freundlich aus.
“Yo, machst du die Tür auf oder willst du warten, bis ich wieder reingehe?”, fragte Liam und klopfte gegen die Tür. Zach öffnete sie einen Spalt breit: “Wir kaufen nix!”
“Was? Du willst keinen Liam kaufen? Die sind dieses Jahr aber ziemlich modern. Sicher, dass du keinen kaufen willst?” Er grinste und gestikulierte vor einem imaginären Regal.
“Ich hab schon einen besten Freund, muss ihn nicht kaufen.” Zach öffnete die Tür ganz und lächelte. Liam kam rein, legte die Stirn in Falten und fragte: “Wie wäre es, wenn wir zum Friseur gehen? Den Gang hast du langsam echt mal nötig. Es soll zwar regnen, aber wenn du erstmal kurze Haare hast, sind sie im Nu trocken.” Zach fuhr sich durch die doch schon etwas längeren Haare und zuckte mit den Schultern. Sein Blick war widerwillig und er wollte es nicht, aber vielleicht hatte Liam Recht. Ob er verwahrlost aussah? Zach trat sofort vor den Spiegel im Wohnungsflur und wuschelte sich durch die Haare. Er blickte sich selbst neugierig an. Helle Haut, im Gesicht viele Sommersprossen, hauptsächlich auf der Nase. Seine ruhigen haselnussfarbenen Augen konzentrierten sich nur auf seine braunen Haaren, die wirr nach rechts und links fielen. Sie gingen ihm bis zu den Schultern. Er zog die vollen Lippen zusammen: “Ich will sie aber behalten…”
“Hm… Na dann rahm sie dir doch ein.” Liam lächelte schief. Zachs Blick hellte sich auf: “Klasse Idee! Kannst du nicht Haare schneiden?”
“Na ja, meine Mom hat es mir beigebracht… Sie dachte es wäre vielleicht besser, wenn ich mal aushelfen soll. Ich hol schnell die Sachen, du kannst dir ja schon mal die Haare waschen.” Zach nickte und ging ins Bad. Kopfüber beugte er sich über die Badewanne und nahm den Brausekopf. Er regulierte die Wärme, wie er es am liebsten hatte und wartete, bis seine Haare völlig nass waren. Als er sie einschäumte kam Liam ins Bad: “Hier im Bad oder wo?”
“Besser hier, muss nur noch einen Stuhl holen.” Zach stellte das Wasser wieder an und ließ sich vom Wasser den Schaum von den Händen spülen. Während er den Schaum aus seinen Haaren wusch, hatte Liam schon einen Stuhl geholt. Zach wickelte sich ein Handtuch um die Haare und richtete sich wieder auf. Er sah Liam an, der fast zwanzig Zentimeter größer war. Liam grinste und deutete auf den Gürtel mit den Friseurutensilien, den er um die Hüften gebunden hatte: “Ist er nicht schick?”
“Nein”, sagte Zach trocken und sah Liam einen Moment lang emotionslos an. Liam blinzelte zweimal langsam, bevor sie beide anfingen zu lachen. Zach setzte sich auf den Stuhl und sah auf den Boden. Er schnaubte. Er wollte seine langen Haare doch so gerne auf seinem Kopf behalten. Zum Abschneiden waren sie ihm zu wertvoll.
Er sah Liam unsicher an, der aber aufmunternd lächelte und eine Bürste aus dem Schrank nahm. Das einzige, was sich neben Föhn und Pflegeprodukten nicht in den ganzen Fächern des Gürtels befand. Er wickelte das Handtuch von Zachs Kopf und knetete dessen Haare noch etwas darin, bevor er es zur Seite legte. Vorsichtig zog er die Bürste durch die schulterlangen Haare. Sie waren gar nicht so verknotet, wie er dachte und es dauerte nur eine Minute, bis er sicher war, dass er anfangen konnte. Er zog die Haare nach hinten, als wolle er einen Zopf machen und fischte eine der vielen Scheren aus dem Gürtel. Er hielt inne und sagte: “Letzte Chance.”
“Tu es…”, murmelte Zach und kniff die Augen zusammen. Liam nickte, setzte die Schere an dem dicken Haarbund an und schnitt es langsam durch. Zach gab einen komischen Ton von sich, als er die nun doch schon viel kürzeren Haare an seiner Wange spürte. Liam legte die Haare, die er in der Hand hatte in ein Stück Alufolie, das er mitgebracht hatte. Wenn Zach sie unbedingt behalten wollte, dann sollte er sie nicht vom Boden aufsammeln müssen. Liam nahm eine andere Schere und begann die Haare nun auf ein paar Zentimeter zurückzuschneiden.
“Mein Kopf fühlt sich viel zu leicht an”, brummte Zach leise, hielt aber still. Er sah mit den Augen zu Liam hoch, der gerade vor ihm stand. “Schon komisch… Und auch mir die Haare von dir schneiden zu lassen.”
‘’Warum? Nur weil wir uns kennen, seit wie uns mit Sand beworfen haben?” Liam lachte. Zach sah zu, wie ein paar Haare zu Boden rieselten. Er zuckte mit den Schultern und seufzte: “Vielleicht… Ich mein ja nur. Wir haben zwar schon ziemlich viel durchgemacht, aber Haare schneiden? Ist das nicht eher was für Mädchen?”
“Ist doch egal”, lächelte Liam, grinste dann noch etwas mehr, als sich ein paar Gedanken durch seine Gehirnwindungen kämpfte. Er sah Zach an und kürzte eine weitere Strähne. Für die letzten Milimeter nahm Liam den kabellosen Haarschneider, den er gerne ‘Brummer’ nannte. Für die Verhältnisse von diesen Geräten war Brummer nämlich echt laut.

Seufzend wartete Zach, bis Liam fertig war und den Föhn in die Steckdose steckte. Es dauerte kaum zwei Minuten, dann hörte er wieder auf zu föhnen. Zachs Haare waren trocken. Sonst brauchte er immer um die zehn Minuten und jetzt? Zach sah auf den Boden. Ihm wurde etwas schwindelig. Es sah aus, als ob man eine Katze um ihr Fell erleichtert hätte. Liam sah ihn besorgt: “Keine Sorge, du gewöhnst dich daran.” Er nahm eine Geltube aus dem Regal und tat sich etwas auf die Hand. Er stellte die Tube weg, schmierte es zwischen den Händen und verteilte es dann in Zachs Haaren. “So, fertig.” Zach sah ihn an, traute sich kaum zum Spiegel zu gehen. Er hatte schon immer lange Haare. Nun gut, nicht ganz immer. Eine Zeit lang nicht. “Schau nicht so, es sieht wirklich klasse aus. Hab ja auch ich gemacht… Besser geht es nicht.” Liam grinste und gab seinen arrogantesten Gesichtsausdruck zum besten. Zach lächelte schief und stand auf. Er klopfte sich erstmal ein paar Haare von den Klamotten, bevor er sich im Spiegel betrachtete. Er erkannte sich kaum wieder. Perplex sah er zu Liam: “Zur Hölle…”
“Gefällt es dir nicht?” Liam ließ die Mundwinkel hängen. Zach aber lächelte: “Es ist super!” Liam nickte fröhlich. Er hatte sich ernsthaft Sorgen gemacht, dass es etwas zu kurz war, aber es beruhigte ihn, dass es Zach gefiel. Schlimm wäre es gewesen, da er extra so überspitzt arrogant getan hatte. Er zog die Augenbrauen zusammen, als Zach ihn plötzlich verzweifelt ansah und rief: “Wie soll ich das Victor erklären!?”
“Öhm… Weiß nicht?” Liam hob den Stuhl an und ging zur Tür. “Wie wäre es mit der Wahrheit? Bist doch schon achtzehn, mein Kind.” Er grinste Zach an und brachte den Stuhl zurück ins Wohnzimmer an den kleinen Esstisch. Zach seufzte und holte einen Handfeger und eine Mülltüte aus der Küche. Zwei volle Schippen landeten in der Tüte, bevor diese in der Küche im Restmülleimer verschwand.

Zach hörte den Schlüssel der Wohnungstür ins Schloss fahren und sich rumdrehen. Er saß mit Liam im Wohnzimmer, als auch schon Victors Stimme ertönte: “Bin da!”
“Hi!”, rief Zach zurück und sah Liam unsicher an. Liam streckte den Daumen in die Luft und nickte.
“Ich dachte du bist schon im Bett”, sagte Victor, als er noch im Flur war. “Aber da ich mir auch irgendwie dachte, dass du noch wach bist, hab ich…” Victor stockte, als er ins Wohnzimmer kam. War das wirklich sein Bruder, der da mit kurzen Haaren auf der Couch saß und ihn mit ängstlich großen Augen ansah? Er hob die Tüte hoch und beendete seinen Satz: “…etwas zum Essen für uns beide mitgebracht.” Er nickte Liam zu und sah Zach dann an: “Schick, schick, Brüderchen.” Er lächelte und stellte die Tüte neben Zach auf die Couch. Dann wandte er sich zu Liam: “Für dich hab ich leider nichts mitgebracht.”
“Nicht schlimm, ich sollte jetzt sowieso rübergehen, ich schreib morgen ‘ne Spanischklausur.” Liam stand auf, klopfte Zach auf die Schulter und huschte dann aus dem Wohnzimmer. Victor nahm die Tüte und setzte sich neben Zach. Er nahm eine Schachtel raus und gab sie weiter: “Wie zur Hölle hat er es geschafft?” Victor sah Zach ernst an. “Ich meine… Deine Haare waren dir bisher dein Allerheiligstes und jetzt einfach so abgeschnitten? Wer bist du und was hast du mit Zach gemacht?” Victor lachte und gab ein schmales Tütchen an seinen Bruder. Stäbchen. Zach öffnete sie und zuckte mit den Schultern: “Weiß nicht. Kam einfach so.” Er lächelte, wusste, dass Victor nicht mehr dazu sagen würde. Er hatte nichts dagegen zu sagen. Eher dafür, aber Victor war ebenso wie er selbst etwas kühler was den Ausbruch von übermäßigen Gefühlen anging. Er klappte die Pappmascheebox auf und holte seine Stäbchen aus der Tüte. Er brach sie auseinander und machte sich über die Nummer vierundzwanzig her. Gebratene Nudeln mit Krabben. Er war eigentlich sogar froh, dass Victor sonst nichts sagte. Er hatte Recht, er wollte seine Haare eigentlich nie wieder abschneiden, aber… Liam hatte es wieder mal geschafft ihn von seinen Zielen zu lösen. Bisher hat er das immer nur bei Schlechten oder Unnötigen getan. Was ja auch irgendwie gut war. Zach schüttelte den Kopf, versuchte nicht weiter über all das nachzudenken und klaubte mit den Stäbchen ein paar Nudel aus der Box. Zu denken nicht nachzudenken war vielleicht ein guter Ansatz, aber unmöglich. Aufhören zu denken? Zach seufzte und sah zu Victor, der eine Grimasse zog und wie ein Esel aussah. Zach sah ihn gespielt irritiert an und deutete auf ein Stück Fleisch, das fast aus der Packung fiel, machte ebenfalls eine Grimasse und schnappte es sich mit seinen Stäbchen.
“Hey! Fleischdieb! Du hast deinen eigenen Kram!”, rief Victor und piekste Zach mit den Stäbchen gegen die Stirn. Zach wich vor den Stäbchen zurück und schob Victors Hand weg. Victor lachte leise und legte seine Füße auf den Wohnzimmertisch. “Ich hab so was von die Schnauze voll von der Arbeit. Ich brauche Urlaub.” Er grinste und schaufelte sich einen Haufen Reis in den Mund, bevor er kauend weiter sprach: “Was hältst du davon, wenn wir uns am nächsten langen Wochenende in irgendein Hotel chillen, wo es schön ist?”
“Wenn du mit schön wieder die-”
“Nein, nicht dahin…”, unterbrach Victor ihn und rümpfte die Nase. “Das wusste ich ja damals auch nicht. Nein, ich meinte… Also ich dachte… Wie wäre es mit Hamburg?” Er lächelte erwartungsvoll. Zach zuckte nur mit den Schultern. Er wusste nicht, ob er nach Hamburg wollte. Oder nach Berlin. Vielleicht wollte er ja auch nach Memphis. Er sah Victor an und zuckte abermals mit den Schultern. Victor zog den Mund zu einer schmalen Linie. “Na ja, ich hab es sowieso schon gebucht. Dachte du freust dich vielleicht. Ich weiß ja, dass du nicht gerne draußen bist. Kannst von mir aus auch die ganze Zeit im Hotel hängen, aber mal ein paar Tage hier raus kommen wäre nicht schlecht.” Victor aß schweigend weiter. Zach biss sich auf die Zunge. Wieso hatte er nicht einfach sagen können, dass Hamburg toll wäre? Victor ließ sich fast nie etwas anmerken, aber gerade… Zach klappte seine Box zu, stand auf und sah Victor an: “Ich mach mir das morgen noch mal warm, hab irgendwie keinen Hunger.”
“Da ist Fisch drinnen, das machst du dir morgen nicht noch mal warm… Und nur weil ich nicht so reagiere wie du es gerne hättest, musst du dich nicht wieder verziehen.” Er sah Zach an und machte eine schnippische Bewegung zur Tür. “Von mir aus geh in dein Zimmer.”
“Ich bin sowieso müde…” Zach versuchte die Bemerkung zu ignorieren, aber Victor setzte noch eins nach: “Ich mein nur. Ist ja deine Sache ob du was isst oder nicht, aber für deine Verhältnisse bist du etwas blass. Weiß ja nicht, was ihr zwei den ganzen Tag gemacht habt und was du alles gegessen und getrunken hast.” Er sah Zach an, dessen Blick immer genervter wurde. Victor schüttelte den Kopf und sah wieder auf seine Box. Zach schlurfte aus dem Wohnzimmer und ging in die Küche. Victor seufzte, schnaubte, als Zach wieder zurückkam. Er holte Luft zu ein paar weiteren Worten, stockte aber, als er sich umdrehte. Zach hielte sich die Hand unter die Nase, dennoch floss ihm Blut über Lippen und Kinn. Victor schmiss sofort die Box auf den Tisch, griff in seine Hosentasche, aus der er ein Päckchen Tempos holte, zog eins heraus und hielt es seinem Bruder unter die Nase: “Ins Bad.” Victor schob ihn voran, schlug auf die Lichtschalter und leitete Zach zur Badewanne. “Setz dich hin, ich hol dir ‘nen Kühlakku.” Zach ließ sich langsam auf die Knie sinken und hielt den Kopf über den Rand. Er schloss die Augen. Er glaubte für einen Moment sein Herz zu hören. Oder war es sein Puls? Oder sein Blut, das durch seine Adern pumpte? Vergiftetes Blut… Zach ließ das Taschentuch in die Wanne fallen und krallte sich am Rand fest. Er spürte etwas kaltes in seinem Nacken und sein Bruder setzte sich neben ihn. Er sah Zach an: “Beruhig dich. Nasenbluten bedeutet nichts…”
“Nichts!? Das ist… scheiß Nasenbluten!’’, hustete Zach und wischte sich mit dem Handrücken unter der Nase entlang. Zwei Minuten lief ihm noch Blut über die Lippen, bis es endlich aufhörte. Aus Gewohnheit leckte er sich drüber. Eisen. Widerlich. Zach spuckte in die Wanne und wischte sich abermals über den Mund. Victor hielt immer noch den Kühlakku in Zachs Nacken und sah ihn besorgt an. Er nahm den Waschlappen, der noch von heute früh auf dem Rand hing und hielt ihn kurz unter fließendes Wasser. Er drückte ihn etwas aus und hielt ihn vor Zach.
“Ich ruf gleich meinen Chef an. Wir gehen morgen direkt zum Arzt okay?” Victor wartete nicht auf Zachs Reaktion und wischte ihm ohne zu fragen übers Gesicht. Zach wich etwas zurück, ließ sich aber dann das Blut von der Nase wischen. Victor schüttelte seufzend den Kopf. “Das Shirt schmeiß ich gleich noch in die Waschmaschine. Du legst dich am besten hin.” Zach nickte wortlos und zog das Shirt aus, legte es neben sich. Er wollte noch einen Moment sitzen bleiben. Er hatte die Gliederschmerzen, die er in den letzten Tagen hatte vollkommen ignoriert. Zum ersten Mal hatte er sich nichts dabei gedacht… Was, wenn es jetzt wieder..? Nein, daran durfte er gar nicht denken. Er war gesund. Gesund, wie kein anderer! Zach stand langsam auf und setzte sich auf den Badewannenrand.
“Ich muss das noch sauber machen…”, murmelte er, aber Victor schüttelte sofort den Kopf: “Ich mach das schon… Geh du jetzt ins Bett.”

Zach nickte. Er wollte schnell schlafen, nachdem er sich hingelegt hatte, aber seine Gedanken hielten ihn wach. Er wälzte sich von einer auf die andere Seite. Er war jetzt achtzehn. Die beste Zeit des Lebens ging gerade erst los. Er starrte die Wand an. Sollte jetzt schon alles vorbei sein? Er drehte sich auf den Rücken. Er hatte es doch geschafft… Er hatte dieses Mistbiest in die Tonne getreten. Ein für alle Mal. Er schüttelte den Kopf. Er schloss die Augen und schnaubte. Er musste aufhören. Aufhören nachzudenken. Aufhören über darüber nachzudenken. Victor hatte Recht. Es war nur Nasenbluten. Klassisches Nasenbluten. Hatte er sich nicht sogar etwas zu doll an der Nase gekratzt, als er die Box mit dem Essen in die Küche gestellt hatte? Schließlich konnte man doch auch schon durch einen bestimmten Druck auf die Nase… Zach schnaubte wieder. Aufhören. Aufhören! Er drehte sich auf den Bauch und streckte die Arme und Beine von sich. Je mehr er darüber nachdachte, desto schlechter ging es ihm. Er nahm sein Handy und tippte auf den Musicplayer. Irgendwas beruhigendes… Er fand kein Lied. Er kannte alle Texte auswendig. Die meisten ruhigen Lieder waren traurig. Traurige Sachen konnte er jetzt nicht gebrauchen. Vielleicht einfach ein langsames Cover vom Game of Thrones Intro? Zach ließ die Melodie anspielen. Ja, es ging. Jetzt einfach über die Charaktere nachdenken. Er seufzte, als es nicht funktionierte. Langsam verlor er sich darin, sich über sich selbst aufzuregen. Wieso konnte er nicht einfach aufhören zu denken? Denken war doch blöd. Er gähnte. Erste Anzeichen von Müdigkeit! Dachte er, doch es dauerte weitere zwei Stunden, bis seine Gedanken annähernd in Richtung Halbschlaf waberten. Er wurde ab und zu mal wach, zuckte zusammen, weil er das Gefühl hatte zu fallen, blieb dann irgendwann wach.

Es war lange her, dass er sich so durch die Nacht gequält hat. Es war jetzt fast sieben Uhr morgens. Er setzte sich auf und schmiss die Decke von sich, ließ einen Moment die Beine aus dem Bett baumeln, bevor er durch sein Zimmer schlurfte und auf den Flur trat. Victor kam gerade aus dem Bad, zog kurz die Mundwinkel hoch.
“Morgen…”, murmelte Zach und sah ihn müde an. Victor sah müde zurück. Er hatte wahrscheinlich genauso wenig geschlafen, wenn nicht sogar noch weniger. Zach sah auf den Boden. Er fragte erst gar nicht, ob sein Bruder geweint hatte. Seine Augen waren noch gerötet. Victor kam zu ihm und schloss ihn in die Arme.
“Du bist gesund, klar? Du bist gesund…”, sagte er und strich Zach durch die kurzen Haare. Zach nickte langsam und drehte seinen Kopf, nach rechts, sodass sein Ohr an Victors Brust lag. Er hörte sein Herz schlagen. Victor hielt ihn einen Moment lang fest, bevor er locker ließ. “Der Termin ist in einer knappen Stunde… Du solltest noch ins Bad gehen. Hab dir schon Klamotten hingelegt.”
Ja… Danke…” Zach sah ihn kurz an und ging ins Bad. Er schloss die Tür und betrachtete sich im Spiegel. Die Frisur stand ihm wirklich gut. Er lächelte kurz. Dann starrte er sich selbst entsetzt an. Was wenn es sich bestätigte? Was sollte er Liam sagen? Zach schüttelte den Kopf, entkleidete sich und stellte sich unter die Dusche. Er mochte es, wenn das warme Wasser auf seinen Oberkörper prasselte. Wasser aus. Duschgel. Wasser. Handtuch. Klamotten. Föhn.
Er hatte gar nicht bemerkt, dass er fast eine halbe Stunde im Bad gebraucht hatte. Erst als Victor an die Tür geklopft hatte um ihm zu sagen, dass sie bald los mussten. Seufzend kam er ins Wohnzimmer. Er hatte Hunger, wusste aber, dass er sich nüchtern untersuchen lassen musste. Er brauchte einfach die Sicherheit, dass alles gut war. Victor lächelte aufmunternd und rasselte mit seinem Schlüsselbund. Zach nickte müde. Victors widerwilliger Blick die Wohnung zu verlassen und zum Arzt zu fahren machte Zach nachdenklich. Er dachte zu viel nach. Aber er machte sich einfach nur Sorgen. Victor ging es nicht gut. Zach hatte sogar das Gefühl, es ging seinem Bruder schlechter als ihm. Wahrscheinlich versuchte dieser sich selbst zu beruhigen, wenn er sagte, dass Zach gesund war. Ob er sich darauf einstellte, dass er vielleicht bald weg wäre? So wie seine Eltern, die vor zwei Jahren bei einem heftigen Sturm auf der Autobahn zu Tode kamen…

Was hast du zu Liam gesagt?”, fragte Zach, als sie im Wartezimmer saßen.
Zach bleibt daheim, er ist krank.” Victor zuckte mit den Schultern. “Dachte mir, dass wir erstmal abwarten.” Zach nickte. Ja, es war besser erstmal nichts zu sagen. Liam machte sich nur unnötig Sorgen. Machte er sich sicherlich so schon, aber hätte Victor gesagt dass sie zum Arzt gehen, weil er Nasenbluten hatte… Zach schüttelte den Kopf. Schlechte Idee. Er zuckte zusammen, als eine Tür aufging. Bekannte Gesichter trafen aufeinander. Doktor Jim Droßbach lächelte warm und legte seine überdimensional große Hand auf Zachs Schulter: “Moin, ihr zwei! Lang ist es her, dass man euch zwei hier sieht. Was eigentlich gut ist.” Er lachte. Zach lächelte etwas. Doktor Droßbach schaffte es immer ihm ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, auch wenn ihm nicht nach Fröhlichsein war. Aber Trübsal zu blasen war viel schlechter, als ungewollt fröhlich zu sein. Droßbachs Bemerkungen waren nie unangebracht und sein nettes Wesen auch nicht. Selbst nicht, als er vor ein paar Jahren die erschreckende Nachricht brachte, dass Zachs Leiden auf Leukämie beruhte. Zeit, dem Krebs in seinen Arsch zu treten, hatte er gesagt.
Morgen”, lächelte Victor eher müde. Droßbach sah Zach an: “Hab schon alles vorbereitet. Victor wird warten, es dauert nicht lange, okay?”
Ist gut”, murmelte Zach und stand auf. Er lief dem Arzt nach in ein kleines Extrazimmer.
Schon was gegessen heute?”, fragte Droßbach und machte einen Bewegung mit der Hand, woraufhin Zach seine Sweatjacke und sein T-Shirt auszog, nachdem er den Kopf geschüttelte hatte. Der Arzt nickte und öffnete eine Schublade, aus der er ein eingetütetes Toast und eine Frühstücksmarmelade nahm. “Musst du aber. Dein Blut brauche ich heute nicht. Meine Tage als Vampir sind gezählt.” Droßbach lachte bellend und gab das Toast und die Marmelade an Zach.
Victor wippte ungeduldig auf dem Wartezimmerstuhl herum, sah ab und zu auf sein Handy. Die Zeit verging kaum. Er sah an die Decke. Zur Hölle, was machten die so lange da drinnen!? Zehn Minuten waren es bereits! Victor merkte, dass er übertrieb. Aber wer wäre nicht ungeduldig? Er fummelte aufgeregt sein Handy aus der Hosentasche, als es vibrierte. Eine Nachricht von seinem Chef, der ein wirklich gutes Verhältnis zu seinen Mitarbeitern hatte und sich auch gerne um diese kümmerte.
>Hallo Victor! Ich habe Ihre Nachricht bereits früh gesehen, komme jedoch jetzt erst zum Antworten. Bitte seien Sie unbesorgt! Im Moment ist wenig los und Ihr Bruder hat jetzt Vorrang. Teilen Sie mir einfach heute Abend mit, ob Sie den Rest der Woche frei nehmen oder ob alles gut ist. Liebe Grüße, Chefchen.< Victor lächelte. Er mochte seinen Chef sehr. Er hatte bisher von keinem Chef gehört, der so gütig und verständnisvoll war wie seiner. Er steckte sein Handy weg. Zur richtigen Zeit konnte er sich auf die meisten in seinem Bekanntenkreis verlassen. Zum Glück. Er seufzte, nahm sich eine der Zeitungen von dem Glastisch, die er sonst nie in seinem Leben las und schlug sie auf. Sie waren allesamt langweilig. Nur ein paar Rezepte fotografierte er sich mit seinem Handy ab. Ab und zu kamen fremde Leute herein, grüßten nett und setzten sich schweigend auf freie Plätze. Manche gingen wieder, sahen ihn verwirrt an, weil sie alle vor Victor drankamen. Dabei ging es ja gar nicht um ihn. Er wartete ja nur. Auf seinen Bruder, diesen kleinen Deppen, der immer noch hinter dieser einen Tür war. Er zuckte zusammen, als jene Tür aufging. Droßbach steckte den Kopf durch den Spalt und deutete Victor an ihm zu folgen. Er stand auf und ging dem Arzt nach. Zach war zu seiner Verwirrung nicht im Sprechzimmer.
Setz sich”, sagte der Arzt ruhig und schob ein Bild über den Tisch. Victor setzte sich und betrachtete das Bild, das Erinnerungen wach rief. Zellen. Knochenmark. Er schüttelte den Kopf und sah den Arzt an. Für Biologie hatte er nie ein Händchen gehabt, wusste aber, dass sich Zellen auf dem Bild befanden, die er nicht sehen wollte. Ihm wurde schlecht. Doktor Droßbach sah ihn an: “Es ist wirklich verwunderlich, warum es sich nicht geäußert hat…” Er sah auf das Bild mit den Zellen, dann sah er Victor mit einer Miene an, die ernster nicht sein konnte. “Es wird eng, Victor. Sehr eng.” Victor schluckte schwer und starrte geradeaus. Der Doktor nahm das Bild weg und sprach weiter. “Ich habe bereits in der Klinik angerufen. Sie schicken jemanden, der ihn abholt.”
Wie lange?”
Zwanzig Minuten vielleicht”, murmelte der Doktor und schrieb etwas auf einen Zettel. Victor sah ihn giftig an und knurrte: “Wie lange..!?” Droßbach biss sich auf die Zunge und sah Victor an: “Ich kann es nicht genau sagen…” Er lächelte etwas. “Dein Bruder hat sich das letzte mal ziemlich tapfer geschlagen. Es heißt zwar nichts, aber wenn er dieses Mal auch gut durchhält…”
Wenn man dich persönlich kennt, bist du ein schrecklicher Arzt”, brummte Victor und sah ihn wütend an. Er mahlte angestrengt mit dem Unterkiefer.
Warum? Warum sein Bruder? Der einzige Mensch, der ihm noch blieb… Und wieder Leukämie? Wieso das alles noch mal? Wieso er? Victor schüttelte den Kopf. Es war sinnlos. Wut brachte ihn auch nicht weiter. Er hörte Droßbach nicht mehr zu, ließ sich irgendwann von ihm auf die Rückseite der Praxis bringen, wo Zach auf der Mauer saß und ihn emotionslos ansah. Victor setzte sich schweigend neben ihm.
Er wollte etwas sagen, aber ihm fiel nichts ein. Was sollte er auch sagen? Er war schockiert, würde es aber niemals zugeben. Traurig, wütend… Er sah kurz zum Himmel auf. Er hatte aufgehört an Gott zu glauben, hatte ihn dafür beschuldigt, dass er ihm und Zach die Eltern genommen hatte. Wieso sollte er also seine Worte an ihn richten?
Du, Vic..?”, murmelte Zach mit zittriger Stimme, sah ihn aus glasigen Augen an. Victor drehte den Kopf und blinzelte erwartungsvoll. “Wenn… Wenn Liam nach mir fragt… Ich will es ihm selbst sagen.” Victor nickte wortlos. “Und… Falls es irgendwann soweit kommt, dass…” Er schluchzte leise. “Er soll mir… Nothing Else Matters von Metallica spielen, ja? Dann…”
Ja…”, sagte Victor und wendete den Blick gen Himmel. Heiße Tränen sammelten sich in seinen Augen. Sein Kiefer verkrampfte sich. Er kniff die Augen zusammen. Wieso sprach Zach sofort davon, dass er sterben würde? Er wusste es doch gar nicht… Oder gab es etwas, dass er wusste und Victor nicht? Er zuckte zusammen, als Zach sich gegen ihn lehnte. Victor bewegte sich nicht. Er wollte seine Arme um seinen kleinen Bruder legen, aber sein Körper reagierte nicht auf die verschwommenen Befehle aus seinem Kopf. Er würde ebenso gern etwas sagen. Irgendwas Aufmunterndes. Oder irgendwas blödes. Irgendwas. Er konnte nicht. Er konnte es einfach nicht.

Die Nachricht traf in wie ein Schlag in den Magen. Einer. Zwei. Mehr. Victor saß auf der Couch. Alleine. Niemals wieder würde er diese Couch mit jemandem teilen. Niemals. Es dauerte etwas, bis sich die dicken Tränen aus seinen Augenwinkeln lösten und über seine eingefallenen Wangen rollten. Ein knappes halbes Jahr. Victor sah zum Fenster raus. Es war schon fast dunkel. Wieso war er nicht bei Zach geblieben? Er hätte da sein können… Vor ein paar Stunden hatten sie noch mit einander gesprochen… Oder war es nur sein Gefühl? War es nicht schon länger her? Er wusste es nicht. Sie hatten gesprochen… Über belanglose Dinge. Filme, Musik… Schokoladeneis. Victor schüttelte den Kopf und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. Niemand vermochte den Schmerz zu verringern, den er spürte. Er hörte sein Herz laut klopfen, laut gegen seine Brust schlagen. Wieso schlug seines noch und nicht das seines Bruders? Es dauerte einen Moment, bis er das monotone Klopfen an der Wohnungstür von seinem Herzschlag differenzieren konnte. Mit wirren Gedanken ging er hin und öffnete. Liam sah ihn mit ebenso geröteten Augen an. Er hatte Zachs Gitarre geschultert und nickte: “Es ist… Zeit…”


Sag mir… Sag mir warum… Warum ist er wieder krank..? Bitte. Es ist lange her und ich weiß… Ich gab dir die Schuld für den Tod von Mom und Dad… Bitte… Bitte hilf mir… Hilf ihm! Gott… Bitte… Wenigstens dieses eine Mal… Nur einmal… Mach ihn wieder gesund. Bitte lass ihn nicht sterben. Ich liebe ihn doch so sehr. Er ist alles, was ich noch habe… Ich hab doch nur noch ihn… Bitte…

Nimmermehr wollte ich diesen Schmerz spüren, jemanden zu verlieren…

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Liebe Elli, ich danke dir von Herzen, dass du deine bewegende Kurzgeschichte mit uns geteilt und den Schritt der Veröffentlichung hier über Ankas Geblubber gewagt hast. Mich konntest du zu 100% im Innersten erreichen und ich wünsche dir, dass du dir deine Liebe zum Schreiben beibehältst. Schreibe weiter und lass uns an deinen Geschichten teilhaben.

Elli freut sich sicher sehr über euer Feedback in den Kommentaren und beantwortet auch gern eure Fragen!
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