Montag, 6. April 2015

Gemeinsam auf der SPUR DER TRÄNEN | Leserunde


Die neue Woche beginnt ganz gemächlich mit einem freien Tag und einer neuen Leserunde. Zusammen mit vier Bloggerfreundinnen und -freunden vom Stuttgarter Bücher- und Blubberstammtisch werde ich ab heute gemeinsam ein Buch lesen. Dabei handelt es sich nicht um irgendein Buch, sondern um den aktuellen Thriller aus der Feder von Oliver Kern bzw. seinem Pseudonym Mark Neustädter, ebenfalls gern gesehener Gast beim Stuttgarter Stammtisch. Zusammen mit Melissa, Michelle, Nadine und Uwe mache ich mich also auf die geheimnisvolle und spannende SPUR DER TRÄNEN ...

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Die Spur der Tränen 
 Mark Neustädter

Die fünfjährige Ann-Kathrin verschwindet spurlos. 
Zwei Jahre später stellt die Polizei die Suche ein. Zur selben Zeit wird dem Vater ein Glas Honig zugesandt. Sind darin die Tränen seiner Tochter konserviert? Eine irrsinnige Vermutung - trotzdem macht sich der Journalist Fritz Zweiheiliger auf die Suche nach dem Mädchen. Er folgt der Spur des Honigs nach Nordspanien und muss sehr bald erkennen: Nur wenn er das Mädchen findet, kann auch er sein Leben retten.



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Auf der Spur mit ...
Aus Sicherheitsgründen begebe ich mich natürlich nicht allein auf die Reise nach Nordspanien. An meiner Seite habe ich vier mutige Mitleserinnen und Mitleser:


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Unsere Meilensteine ...
Auf unserer spannenden Lesereise werden wir 5 kleine Verschnaufpausen einlegen und uns über das Erlebte austauschen. Dies sind unsere Stationen:

1. Meilenstein: Kapitel 1-6
Schon mit dem ersten Kapitel, das absolut unter die Haut geht, hat mich Mark Neustädter gehabt. Seine Worte gehen durch Mark und Bein.
Ein Markenzeichen dieses Autors sind ganz klar seine markanten Protagonisten. Mit dem Journalisten Fritz Zweiheiliger schickt er einen Mann ins Rennen, der Grausames erlebt hat. Diese Erlebnisse haben ihn gezeichnet, physisch als auch psychisch. Eine unheimlich interessante Figur, auf deren Entwicklung ich sehr gespannt bin.
Ebenso positiv aufgefallen ist mir der bildreiche Schreibstil. Der Autor spielt mit Vergleichen und macht das Gelesene spürbar.

"Die Wahrheit tut weh und frisst die Idylle wie eine Herde ausgehungerter Wildschweine. Diese beeindruckende Natur hat vor zwei Jahren Ann-Kathrin verschluckt, genau so, wie der scharfe Wüstenwind auf dem Marra-Plateau mich wie eine bizarre Kalksteinformation vom Planeten geschmirgelt hat."
aus "Die Spur der Tränen", S. 34

Nach dem ersten Kapitel springen wir in die Gegenwart, 6 Monate nach den Ereignissen, die Fritz Zweiheiligers Leben komplett verändert haben. Der gebrochene Mann, der bereits mehrfach mit dem Gedanken gespielt hat, sein Leben zu beenden, trifft auf den Psychiater Karsten Amrhein, dem ebenfalls schreckliches widerfahren ist. Vor knapp 2 Jahren ist seine fünfjährige Tochter Ann-Kathrin während ihres Familienurlaubs in Asturien verschwunden. Nachdem die Suche vor wenigen Tagen offiziell eingestellt wurde, erhält er per Post ein kleines Glas Honig ohne Absender und bittet ausgerechnet den ehemals sehr erfolgreichen Journalisten Fritz Zweiheiliger nach Nordspanien zu reisen, um Ann-Kathrin zu finden. Warum der gebeutete Journalist tatsächlich die Reise antritt, das müsst ihr selbst herausfinden. 
Er reist jedoch nicht alleine - im Gepäck hat er seine Vergangenheit, die ihn immer und immer wieder einholt. Verfolgungswahn, Angstzustände, Alkoholsucht und kleine Aussetzer - alles stete Begleiter, denen er hofft, auf diese Weise den Rücken kehren zu können, doch am Ende dieses Meilensteines sieht es noch längst nicht so aus.
Auf den letzten Seiten dieses Abschnittes betritt eine neue Figur die Bildfläche. Die schroffe Ex-Polizistin Alejandra Gomez, genannt Xana, war damals an der Suche nach dem kleinen Mädchen beteiligt. Auch sie leidet unter ihrer Vergangenheit - eine explosive Charakter-Konstellation, wie wir sehr schnell feststellen dürfen. 
Doch bevor ich zu viel zum Inhalt verrate, hier mein stichwortartiges Fazit zum ersten Meilenstein:
- sehr bildhafte Sprache, viele Vergleiche (zu viele? auf Dauer sehr anstrengend zu lesen)
- kernige, kantige Protas, die mit Vergangenheit kämpfen
- authentische Beschreibungen der Umgebung (Bilder im Kopf)
- spannende Geschichte um das verschwundene Mädchen

2. Meilenstein: Kapitel 7-10
Meine Angst davor, dass mir die von mir anfangs sehr gelobte bildhafte Sprache zu viel wird, hat sich glücklicherweise in Luft aufgelöst. Die sehr ausgeschmückten Sätze werden weniger und lassen einen guten Lesefluss entstehen. Fritz Zweiheiliger ist immer noch in Asturien, gelenkt und angetrieben von einer unsichtbaren Kraft. Steckt tatsächlich etwas "übernatürliches" dahinter? 
Fritz Vergangenheit droht ihn innerlich zu zerfressen. Er leidet Höllenqualen. Doch was ist bloß Einbildung und was passiert wirklich? Wird er wirklich beobachtet und verfolgt oder peinigt ihn da nur wieder sein Verfolgungswahn? Und welche Rolle spielen die Bienen in dieser Geschichte? Inzwischen sind uns, nach der Ex-Polizistin Xana, auch weitere Einheimische begegnet, unter anderem der zurückgezogene Imker Jorge Ramiro und ein Toter, über den unser Journalist buchstäblich stolpert. Im Nu wird er zum Hauptverdächtigen und somit zum Gejagten ...

3. Meilenstein: Kapitel 11-15
Zu Beginn dieses Abschnittes wurden mir die detaillierten Ortsbeschreibungen zu viel. Asturien mag eine ganz besondere Gegend sein, doch mir persönlich waren die Beschreibungen zu viel des Guten, so dass ich einen Absatz grob überflog, was der Geschichte aber keinen Abbruch tat. 
Schließlich kommen jedoch Spannung und Geschwindigkeit ins Spiel, ich mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Es wird gruselig, mörderisch, dunkel, schmerzhaft und sehr sehr spannend.


"Die Luft ist kalt und rein. Nicht einmal der Wind wagt es, mit den Bäumen zu rascheln. Das Land der Fabelwesen hält den Atem an. Es ist wie das letzte Innehalten, bevor die Hölle losbricht."
aus "Die Spur der Tränen", S. 205

Wem können wir noch trauen? Was ist mit unserem Protagonisten selbst? Wie viel Aufmerksamkeit müssen wir seinen Aussetzern schenken? Er kriegt ordentlich einen drauf und scheint sich an diesen einen Strohhalm zu klammern. Er muss wissen, was damals mit der kleinen Ann-Kathrin passiert ist. Sie lebt noch, da ist sich Fritz (fast) sicher und nimmt, um das zu beweisen, mehr auf sich, als ertragbar ist, denn nur, wenn er die kleine Kinderseele rächen kann, findet auch er selbst Ruhe. Doch woher stammt diese spezielle Verbindung zu dem Mädchen? Und welche Bedeutung hat der gruselige Troll, der Fritz nicht mehr loslässt?
In diesem Abschnitt bekommen wir es außerdem mit nackter Haut, einem weiteren Toten, einem Holländer in Spanien und einem waschechten Bären zu tun.

"Muss ich ein zweites Mal durch die Hölle gehen, um wieder normal zu werden?"
aus "Die Spur der Tränen", S. 213



4. Meilenstein: Kapitel 16-19
5. Meilenstein: Kapitel 20-22 + Epilog

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Leseupdates ...

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Kommentare:

  1. Guten morgen Ankalein!

    Ich bin schon sehr gespannt auf die Geschichte und wünsche uns viel Spaß beim Lesen. Ebenso freue ich mich auf unseren gemeinsamen Austausch zu diesem Buch.

    Liebe Grüße,
    Uwe

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    1. Hallöle Uwe!
      Ich bin auch schon sehr gespannt! Bisher habe ich bloß das erste Kapitel gelesen (meine Güte, harter Tobak, aber genial geschrieben!) und steige dann heute Abend so richtig ein.
      Liebe Grüße
      Anka

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    2. Eine tolle Zusammenfassung, liebe Anka und freue dich auf die nächsten Seiten, denn es wird noch besser!

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    3. Hi Anka,

      nachdem du ja jetzt auch mit dem Buch fertig bist, bin ich auf deine Meinung zu den beiden letzten Abschnitten gespannt.

      Wünsche dir eine schöne und stressfreie Woche :*

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  2. Hallo,

    ich wünsche euch viel Spaß bei der Leserunde und da ich auch dieses Buch gerade begonnen habe, werde ich sicher öfter mal bei euch vorbei schauen :)

    LG Diana

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    1. Hallo Diana!
      Das ist ja super, dann können wir gemeinsam lesen!
      Viel Spaß dir und spannende Lesestunden!

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    2. Hallo Diana,

      wie weit bist du denn aktuell und wie gefällt dir das Buch bisher?

      Liebe Grüße,
      Uwe

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    3. Hallo Uwe,

      ich bin fast durch mit Kapitel 4. Ich finde es sehr spannend und dadurch, dass der Beginn go heftig ist, finde ich den Journalist interessant und ein bisschen unberechenbar.

      Liebe Grüße
      Diana

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