Sonntag, 28. Februar 2016

Rezension | Jenseits des Schattentores | #lesehighlight

· Titel: Jenseits des Schattentores
· Autoren: Beate Teresa Hanika & Susanne Hanika
· Medium: Hardcover (480 Seiten)
· Verlag: Sauerländer (September 2015)
· ISBN: 978-3-7373-5246-8
· Genre: Jugendbuch (ab 14 Jahren)
· Tags: Mythologie, Rom, Mafia, Rätsel, Humor
· Preis: 16,99 Euro





K U R Z B E S C H R E I B U N G

Rom, die Ewige Stadt: Eigentlich sucht die siebzehnjährige Aurora nur eine Wohnung, doch die Besichtigung läuft anders als erwartet ... »Komm rein, wurde ja auch Zeit! Es ist was schiefgegangen, und jetzt liegt er tot da drin«, wird sie von der ein paar Jahre älteren Luna begrüßt. Und bevor Aurora das Missverständnis aufklären kann, hilft sie schon, die Leiche zu beseitigen. Hals über Kopf gerät sie in ein rasantes Abenteuer, das selbst vor den Toren der Unterwelt nicht haltmacht, und verliebt sich auch noch in einen ungehobelten Kerl. Das alles beobachtet die uralte Göttin Persephone – und kann einfach nicht anders, als in die Irrungen und Wirrungen dort unten einzugreifen!
Textquelle: Sauerländer Verlag


A N K A S   G E B L U B B E R

Eigentlich bin ich kein Fan von Fantasyromanen und erst recht kann ich nichts mit Griechischer Mythologie anfangen. Warum sich "Jenseits des Schattentores" von Beate Teresa Hanika und Susanne Hanika dennoch als echtes Lesehighlight entpuppte, davon möchte ich euch heute erzählen.

Aurora lebt in Rom und hat sich, als wir in die Geschichte hineinstolpern, gerade mit ihrem Vater gestritten. Da sie ihre Mutter schon früh verloren hat, wuchs sie bei ihrem Vater auf und führt seitdem ein Leben, das auf uns Außenstehende ziemlich ungewöhnlich wirken mag. Von gleichaltrigen Freunden ist nie die Rede, lediglich von zwei Professoren, auf deren Anweisung sie durch ihre Heimatstadt jagt, um geheime Aufgaben zu erfüllen. Gleich zu Beginn durfte ich Aurora auf solch eine rätselhaften Mission begleiten und war sowohl total neugierig als auch ziemlich verwirrt, denn was es mit dem Rätsel auf sich hat, ist anfangs völlig unklar. Doch dieses Leben scheint Aurora nicht mehr zufriedenzustellen. Nach einem Streit mit ihrem Vater beschließt sie auszuziehen und, wie durch Zauberhand, fällt ihr, just in diesem Moment, ein Mitbewohner-Gesuch vor die Füße. Sie fackelt nicht lang und sucht die beschriebene Adresse auf. Dort öffnet ihr eine junge Frau namens Luna die Tür und es scheint, als hätte sie Aurora bereits erwartet. Kaum dass sie sich versieht, schlittert Aurora von einem Chaos ins nächste. Dass dann auch noch der unverschämt attraktive Leon auftaucht und ihr den Kopf verdreht, hat nicht nur mich als Leserin amüsiert, sondern auch die Griechische Göttin Persephone, die das Treiben von ihrem Turm aus beobachtet.

Genau diese zweite Perspektive ist es, die das Buch für mich so interessant und besonders macht. Persephone ist ein bisschen in die Jahre gekommen, hat Probleme mit sich und ihrem Leben und steckt offensichtlich in einer Midlife Crisis. Die junge Aurora kann sie jedoch ablenken. Gebannt sieht die Göttin dem Mädchen über die Schulter und kommentiert mit gespitzter Zunge das Geschehen. Es bleibt aber nicht beim bloßen Kommentieren, denn als sich die Ereignisse überschlagen, kann sie nicht anders als selbst einzugreifen.

Mit ihrem unnachahmlichen, intelligenten und bissigem Humor, haben sich die zwei Autorinnen direkt in mein Herz geschrieben. Ich genoss jede Seite, schmunzelte, schmachtete, kicherte, rätselte und fieberte mit. Selbst die fantastischen Elemente konnte ich akzeptieren und mich ganz der fesselnd-mitreißenden Schreibe hingeben.

Aber es war nicht nur der Schreibstil, der mich begeistert hat. Auch das Setting fand ich gelungen gewählt und äußerst atmosphärisch beschrieben. Ich konnte die Hitze Roms spüren und die Schauplätze direkt vor mir sehen. Die unterschiedlichen, teils skurrilen und außergewöhnlichen Charaktere haben die Geschichte ebenfalls bereichert, sodass der eigentliche Plot für mich in den Hintergrund gerückt ist. Mich störte es überhaupt nicht, dass man anfangs im Dunkeln gelassen wird und so gar nicht versteht, was sich dort gerade in Rom abspielt. Als die Geschichte schließlich an Fahrt aufnimmt, es rasant und richtiggehend actionlastig wird, wurde das Buch für mich zu einem rundum gelungenen Leseerlebnis.  
"Ihre Kindheit starb gerade. Genau in diesem Moment löste sich die schokoladensüße Sicherheit ihrer Jugend endgültig in Nichts auf, wurde mit Gewalt und Blut besudelt." (Zitat, Seite 201)
Meiner Meinung nach ist "Jenseits des Schattentores" viel mehr als bloß ein Romantasy Jugendroman. Ich bin der festen Überzeugung, dass dieser All Age Titel bei älteren Lesern sogar noch besser ankommt. Wer nicht nur Wert auf eine runde Geschichte legt, sondern sich zudem an einem tollen Schreibstil, gespickt mit einem spitzen und vielleicht etwas speziellerem Humor, erfreuen kann, der landet mit diesem Buch einen Glücktriff. Ich zumindest hatte eine unheimlich tolle und aufregende Zeit in Rom und möchte in Zukunft mehr Geschichten dieses großartigen Autorenduos lesen!


W E I T E R F Ü H R E N D E   I N F O S

"Jenseits des Schattentores" im Wochengeblubber (ab Minute 01:15):


Linksammlung:
  • HIER haben sich die zwei in mein Autoren-Poesiealbum eingetragen
  • HIER findet ihr mehr über Susanne Hanika bei Ankas Geblubber 
  • HIER findet ihr mehr über Beate Teresa Hanika bei Ankas Geblubber
  • HIER geht's direkt zur Facebookseite der Hanika-Sisters

Weitere Bücher, die die Hanika-Schwestern gemeinsam geschrieben haben:


   

Wenn euch dieses Buch gefallen hat, schaut euch auch mal diesen Titel an:
(Ein Klick aufs Bild leitet euch zu weiteren Infos)

  

Weitere Leser-/Bloggerstimmen zu "Jenseits des Schattentores" findet ihr u.a. ....

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Kommentare:

  1. Hallo Anka,

    vielen Dank für deine aussagekräftige Rezension! Das Buch liegt bei mir schon etwas länger auf dem SuB, aber jetzt möchte ich meine aktuelle Lektüre am liebsten beiseitelegen und "Jenseits des Schattentores" lesen! :)

    Liebe Grüße
    Kathi von Lesendes Federvieh

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    Antworten
    1. Hallo Kathi,
      toll, dass ich dich ein bisschen anstecken konnte. Die Meinungen zu diesem Buch gehen ziemlich auseinander, da bin ich sehr gespannt, wie du es empfindest. Ich wünsche dir auf jeden Fall eine aufregende Zeit in Rom!
      Liebe Grüße
      Anka

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  2. Hey,

    danke fürs verlinken :)
    Schön, dass dir der Roman auch so gut gefallen hat. Persephone ist ein echtes Highlight unter den Romanheldinnen :D Ich fand sie auch richtig super.

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende.
    Nanni

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