Sonntag, 7. Februar 2016

Zurück aus Afrika - und nun? | Persönliches Update, Abschiedsschmerz & Zukunftspläne

Diese Frage habe ich mir in den letzten Tagen häufiger gestellt. Seit über einer Woche bin ich nun schon zurück in Deutschland und ich kann euch sagen, dass die letzten Tage wirklich eine kleine Herausforderung für mich waren. Woran ich zu knabbern hatte, warum es heute kein Wochengeblubber gibt, ob ich auf die diesjährige Leipziger Buchmesse fahre und wie es hier bei Ankas Geblubber in den nächsten Wochen weitergeht, darüber möchte ich heute mit euch sprechen. 

Schon lang habe ich keinen Beitrag dieser Art mehr geschrieben. Heute ist mir danach, es fühlt sich für mich richtig an, mir meine Gedanken von der Seele zu schreiben und euch gleichzeitig auf den aktuellen Stand zu bringen, bevor ich zum "Blubber-Alltag" (wenn es den denn gibt) zurückkehre. Eigentlich solltet ihr an dieser Stelle das neue Wochengeblubber vorfinden, das ich doppelt-eigentlich schon letzten Sonntag drehen und hochladen wollte. Ich dachte, ich brenne nach meiner Rückkehr aus Namibia förmlich darauf, euch von meinen Erlebnissen zu berichten. Die Vorfreude auf das Blubbern mit euch war groß, doch als ich dann Freitagmorgen in Blubberhausen ankam, war sämtliche Motivation verschwunden. Es wurde dunkel und hier zu sein, fühlte sich irgendwie falsch an. Ich weiß, ich hatte mir gewünscht, dass meine Zeit in Namibia etwas in mir auslösen würde. Ich wollte einen neuen Blick auf die Welt bekommen. Ich hatte es darauf angelegt, diese besondere Auszeit dafür zu nutzen, mich von einer anderen Seite kennenzulernen und eventuell auch dafür, Antworten auf Fragen zu finden, die mich mit meinen fast 30 Jahren beschäftigen. 

Ja, ich bin mir durchaus bewusst, dass wir hier von sehr hohen Erwartungen sprechen, aber ich kann euch sagen, dass diese zwei Wochen in Namibia tatsächlich etwas in mir ausgelöst und verändert haben. Dass ich die stärksten Emotionen und schwersten Momente jedoch erst nach meiner Rückkehr spüren würde, damit hatte ich nicht gerechnet. Umso härter trafen sie mich und warfen mich, absolut unvorbereitet, mit Schwung aus der Bahn.

Hier war ich also wieder. Ich wurde zu Hause von strahlenden Gesichtern und vielen lieben Worten empfangen. Meine Familie und Freunde freuten sich über meine Rückkehr und waren natürlich gespannt auf meine Berichterstattung. Rückblickend tut es mir Leid, dass ich nicht jedes Lächeln genauso glücklich und euphorisch erwidern konnte. Meine Gedanken waren noch immer in Namibia. Abschiednehmen ist niemals schön und dieser Abschied fiel mir ganz besonders schwer. 
Was genau ich in Namibia erlebt habe, das werde ich euch nach und nach ausführlich erzählen, denn eines war mir von Anfang an klar, ich muss und werde darüber sprechen. Ursprünglich wollte ich ein Namibia Tagebuch führen, um all die Erlebnisse festhalten zu können, doch bereits nach den ersten 24 Stunden stellte ich fest, dass es wichtiger war, den Moment zu leben, ihn bewusst mit allen Sinnen zu ERleben und zu spüren. Formulieren, reflektieren und beschreiben, das könnte ich auch wenn ich wieder zu Hause war. Die erste Woche auf Okutala gab es kein Ankas Geblubber, da gab es nur Anka und das war auch gut so.

Wenn ich sage, dass ich, zurück am Schreibtisch, vor einem weißen Bildschirm saß, dann muss ich lügen, denn selbst der Schreibtisch war anfangs noch ein ferner Ort für mich. Hatte ich im afrikanischen Busch noch darüber den Kopf geschüttelt, wie man Stunden mit fiktiven Geschichten und fiktiven Figuren, erzählt in kommerziellen Serien, verbringen kann, igelte ich mich hier ein und ließ mich von eben diesen berieseln. Nichts mit blubbern, nichts mit umdenken, nichts mit Namibia-Berichten. Überrumpelt von der Macht des Fern-/Heimwehs (wie auch immer man es drehen und wenden möchte), nahm ich mir für ein paar Tage eine Auszeit. Ich bekam die Emotionen in den Griff, und lernte, wie ich sie vorerst einsperren konnte, um sie nun, wohl dosiert, nach und nach wieder rauszulassen. Langsam aber sicher kribbelt es nämlich wieder in den Fingern, was ich spätestens an diesem Beitrag merke. Ich möchte euch von meinen Erlebnissen berichten, euch meine neuen (tierischen) Freunde vorstellen und euch von ihren Schicksalen und Geschichten erzählen. Vorher ist jedoch dieser Beitrag nötig, eine kleine Therapie für mich selbst, die mir helfen soll, mein Gedanken-Wirrwarr mit einem neutralen Auge zu sehen, um ein bisschen Ordnung zu schaffen. Seid gewiss, der Stein wurde ins Rollen gebracht, schon bald wird es hier die ersten Reiseberichte aus Namibia zu lesen geben. Auch ein Video ist geplant, in dem ich meine Erzählungen mit bewegten Bildern (freut euch auf die Aufnahmen!!) visualisieren möchte.

Wer jetzt schon mal ein paar Fotos aus Afrika sehen möchte, dem empfehle ich einen Blick auf mein Instagram Profil. Der Februar steht hier ganz im Zeichen von Namibia. Jeden Tag zeige ich euch ein neues Bild und blubbere schon ein kleines bisschen aus dem Nähkästchen. Wann ich mein neues Wochengeblubber drehe, kann ich euch noch nicht sagen. Vielleicht melde ich mich bereits morgen zurück, vielleicht brauche ich aber auch noch ein paar Tage Zeit. Das mache ich ganz von meinem Blubber-Gefühl abhängig. 

Kommen wir noch kurz auf die Leipziger Buchmesse zu sprechen, ein Thema, dass ebenfalls seinen berechtigten Platz in einem Update-Post dieser Art hat. Während sich meine Bloggerfreunde schon vor Wochen in die Terminplanung gestürzt und vorfreudig von der Messe geschwärmt haben, war Leipzig für mich lediglich eine kleine Erhebung am Horizont, noch viel zu weit weg. Doch jetzt rückt die Buchmesse mit großen Schritten näher und ich habe mir auch ein paar Gedanken diesbezüglich gemacht. Ja, ich bin in Leipzig dabei, aber dieses Jahr werde ich mich nur am Wochenende durch die Messehallen schlängeln. Zwei Tage Messetrubel müssen diesmal reichen. Meine Übernachtungsmöglichkeit ist bereits fix, jetzt muss ich mich nur noch auf die Messe selbst vorbereiten. Doch wie sagt man so schön? Weniger ist mehr? Vielleicht sollte ich mich auch einfach mal treiben lassen, mir keine Termine legen, sondern die Messe ganz entspannt auf mich zukommen lassen? Ob ich diese Einstellung bis zum 19.03. beibehalten kann wird sich zeigen. Wie handhabt ihr es dieses Jahr?

 
Kurz vor der Leipziger Buchmesse findet noch ein weiteres Event statt, auf das ich euch gern noch mal aufmerksam machen möchte. Am Samstag, den 12. März trifft sich der Stuttgarter Bücher- und Blubberstammtisch zum zweiten Mal in diesem Jahr. Diesmal haben wir die Möglichkeit, die Moderatorin Enie van de Meiklokjes kennenzulernen und, anlässlich der Stuttgarter Kriminächte, die Lesung der zwei Bestsellerautoren Ursula Poznanski & Arno Strobel zu besuchen. Weitere Infos zum Programm und zur Anmeldung findet ihr hier.

Gut, ich denke, ich habe mir nun alles von der Seele geblubbert, was ich mir von der Seele blubbern wollte. Auch wenn es sich stellenweise nicht so angehört hat, freue ich mich darüber, wieder hier zu sein und meiner Blubberleidenschaft nachgehen zu können. Ich freue mich auf euch und alles was kommt! Haltet euch in den Kommentaren bitte nicht zurück - blubbert mit mir! Wie ist es euch in den vergangenen Wochen ergangen? Was habe ich verpasst?


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Kommentare:

  1. Guten Abend liebe Anka,

    Hmh irgendwie lese ich eine große Wehmut aus deinen Worten, ich bin gespannt was du erlebt hast und was zu diesem niedergeschlagen sein geführt hat. Sei mir nicht böse, genau so empfinde ich es. Obwohl wir uns noch nie persönlich begegnet sind, mache ich mir schon Sorgen.

    Nun ich habe mich von "Die Buchspringer" berieseln lassen. Bücher sind nämlich für mich die einzige Möglichkeit zu reisen. Viele Orte dieser Welt werde ich wohl nie bereisen können. Es ist wie es ist. Hab mich damit abgefunden. :)
    Das du es zur LBM ruhig angehen lassen möchtest, finde ich richtig gut. Ich wünsche dir viel Spaß und Erholung. Ich glaube nämlich, dass du bald wieder voller Power sein wirst, weil die Energie zu dir gehört.
    Liebe Grüße Cindy

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  2. Hallo Anka,
    also hier auch an offizieller Stelle: Willkommen zurück!
    Einerseits freut es mich natürlich, dass Namibia bei dir "etwas ins rollen" gebracht hat. Das war ja einer deiner Wünsche. Aber natürlich hoffe ich, dass du dich hier bald wieder einlebst...
    Ich denke es ist letztendlich egal, wie lang die Reise war. Wichtig ist, dass du dich auf das Abenteuer eingelassen hast.

    Die Leipziger Buchmesse steht überhaupt nicht auf meiner To Do Liste. Aus dem ganz einfachen Grund, weil mir Leipzig zu weit weg ist. Auch wie es dieses Jahr mit Frankfurt aussieht weiß ich ehrlich gesagt noch gar nicht. Ich wünsche dir eine tolle Zeit bei der Messe und hoffe du bringst ein paar Eindrücke mit? :-)

    viele Grüße und einen guten Start in die neue Woche
    Emma

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  3. Huhu Anka,

    ein wirklich schöner Beitrag. Durch deinen Bericht ist etwas in mir wachgerufen worden. So genau weiß ich nicht, was das für ein Gefühl ist, vllt das, dass man sich manchmal einfach treiben lassen soll. Weg von der Planerei und das auf einem zukommenlassen soll, was kommt, ohne zu wissen was es ist. Das wenige, was ich durch deinen Beitrag über deine Reise erfahren habe, klingt wirklich schön und ich bin schon sehr gespannt, was du dort alles erlebt hast :)

    Meine letzten Woche waren nicht so spektakulär. Trotz der Ferien, die ich wie ich finde, wohlverdient habe, kann ich nicht wirklich frei machen und nichts tun. Leider holt mich Schule immer wieder ein und so auch in meinem Winterferien. Ja der Abistress macht sich deutlich bemerkbar :/ Ist ja auch kein Wunder, wenn man bedenkt, dass die Prüfungen schon bald sind. Trotz allem habe ich versucht die letzten Tage abzuschalten und habe mich ein wenig um die Leipziger Buchmesse gekümmert. Das wird für mich dann ein Tag zwischen der ganzen Lernerei, wo ich mir sage: Heute denke ich nicht an Schule!

    Liebe Grüße,
    Caterina

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  4. Hey mein Anka-Schatz,

    dass du für mich schon längst viel mehr, als "nur" eine gute Freundin bist, und inzwischen zu den wichtigsten Menschen in meinem Leben gehörst, weißt und spürst du ja hoffentlich.

    Wir haben uns ja bereits ein wenig über Namibia und das Gefühl des Fern-Heimwehs unterhalten. Ich kenne den Schmerz den man empfindet sehr gut. Man steckt wieder mitten im Alltag fest, der einem im ersten Moment recht trostlos, öde und auch ein wenig unsinnig vorkommt. Ganz besonders schwierig ist es, wenn man sich dann nicht sofort wieder in die Arbeit und Co. stürzen kann, sondern zu viel Zeit hat, seinen Gedanken nach zuhängen.

    Du bist wie ich ein sehr optimistischer Mensch und meist gehen wir mit einem strahlenden Lächeln durch die Welt und erfreuen uns an den vielen kleinen Dingen, die das Leben schöner machen. Doch wenn wir uns aus irgendeinem Grund einmal nicht so gut fühlen, dann überrennt uns dieses schlechte Gefühl viel mehr als einen ewigen Pessimisten. Aber weißt du was, auch das ist völlig in Ordnung, auch wir bzw. DU hast jedes Recht darauf, dich auch mal zurück zu ziehen und dich einzuigeln. Du wirst selbst spüren und wissen, wann du wieder bereit bist, dich vor deine Kamera zu setzten. Keiner deiner Leser und erst recht niemand deiner Herzensmenschen nimmt es dir krumm, wenn du eine kleine Drehpause einlegst. Ich bin mir ganz sicher, dass du schon bald mit einem großen Knall zurück sein wirst.

    Hab so viel Vertrauen in dich wie ich es habe (meines in dich ist definitiv grenzenlos), du bist so stark und ein absolutes Steh-Auf-Männchen. Und wenn du dich mal schwach und klein fühlst, hast du immer noch deine Familie und deine Freunde. Ich geh mit dir diesen Weg und gemeinsam sind wir ohnehin unbesiegbar!!!

    Ich bin immer für dich da und an deiner Seite, ich drücke dich virtuell ganz fest, und schon in wenigen Wochen hole ich das wieder richtig und live nach. Ich freue mich so sehr auf die nächste Zeit mit dir, auf all die schönen Dinge die wir geplant haben, und auf einfach alles was noch so kommt.

    Den ersten Schritt in deine neue Zukunft hast du ja bereits gemacht, und diesem werden noch ganz viele weitere folgen :)

    Ich hab dich sehr, sehr lieb und bin so froh, dass es dich gibt.

    Küsschen, deine Ally

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  5. Liebe Anka,
    vielen Dank für deine offenen Worte! Ich kann dich sehr gut verstehen! Nach prägenden Reisen brauch man einige Zeit, um wieder in sein Leben zu finden und ich bin mir sicher, dass du damit gerade genau richtig umgehst.
    Liebe Grüße, Cara

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  6. Hallöchen liebe Anka,
    ich denken auch wie schon die anderen Mädels das du das alles richtig machst und mit deinen erfahrenen Erlebnissen genau richtig umgehst. Lass dir die Zeit die du brauchst und wie du schon selber sagst, kommt alles nach und nach wieder. Dann wird es auch richtig sein wenn dein Blubber- Gefühl sagt jetzt ist es soweit. Nur die Ruhe :)
    Zu Leipzig: Vielleicht ist es doch auch wirklich mal ganz schön, nur als "Durchläufer" und ohne Stress von der Messe berieselt zu werden. Ohne Termindruck und Hektik. Eventuell bekommt man dadurch auch eine ganz anderen Eindruck. Aber wie gesagt nimm dir die Zeit wie du es möchtest. Alles andere wird die Zeit bringen.
    Liebe Grüße und alles Gute, Maria

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  7. Liebe Anka,

    nach dem anfänglichen Schock bin ich froh zu lesen, dass es bei dir doch weitergehen wird. Ich freue mich sehr darüber :)
    Ich kann aber auch deine Gefühle sehr gut verstehen. So ein einschneidendes sehr emotionales Erlebnis kann einen so sehr aus der Bahn werfen. Nimm dir die Zeit deine Eindrücke zu verarbeiten. Wir warten auf dich :)

    Viele liebe Grüße
    Nanni

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  8. Hallo Anka :)

    Herzlichen Willkommen zurück in Deutschland, eine Floskel, die du wahrscheinlich die letzten Tage viel zu oft gehört hast. Deswegen an dieser Stelle vielleicht lieber der Einstieg: Vielen Dank für deine offenen und ehrlichen Worte!
    Dein Text hat mich so bittersüß an dieses Gefühl erinnert, welches man nach einer wichtigen Reise hat. Für eine bestimmte Zeit ist man voranders, kann weranders sein, kann von null auf Anfangen, jeder Tag enthält neue Überraschungen, und dir fängt an das Leben zu gefallen, dass du dir dort langsam aufbaust, nur um dann wieder in dein altes Leben zurückgeworfen zu werden, welches angesichts des monotonen Alltags sehr schnell langweilig, öde, nicht genug wirkt. Du hast das Gefühl, dass es auf einmal nicht mehr reicht, als wenn man sein Leben lang nur Brot gegessen hat, und glücklich war, bis man mal ein Stück Torte essen durfte, und nun das Brot nicht mehr gut genug ist. Dieses Gefühl ist bittersüß, es ist anhänglich, aber es geht vorbei, und es ist wichtig. Es ist wichtig sich damit auseinanderzusetzen, so wie du es nun gemacht hast, sich eine Auszeit zu nehmen, und sein Leben und alles zu überdenken. Schwelge in Erinnerungen, versuche langsam wieder in den Alltag zu kommen, und dein Leben so zu gestalten, dass auch der Alltag hier dich wieder mehr ausfüllt. Ich drücke dir dafür die Daumen, und ich bin ganz sicher, dass du das schaffen wirst liebe Anka! :)

    Ich freue mich auf deine Berichte!

    Liebe Grüße
    Kücki ♥

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