Montag, 30. Dezember 2013

[Wir lesen] Das Schicksal ist ein mieser Verräter ~ John Green // 1. Meilenstein


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Kurzbeschreibung des Buches

„Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander - trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Ein tiefgründiges, emotionales und zugleich freches Jugendbuch über Krankheit, Liebe und Tod.

Quelle: Hanser Verlage


1. Meilenstein: Kapitel 1 bis Kapitel 4:


Wie hat uns der Einstieg ins Buch gefallen? Was sagen wir zu den ersten 60 Seiten?
(Achtung! Spoiler!)

Duna: Die ersten vier Kapitel sind ganz schön schnell durch gelesen gewesen. Ich war mir nach dem ersten Kapitel gar nicht mehr so sicher ob ich das Buch wirklich noch weiter lesen wollte weil mir die Geschichte schon sehr nahe ging. Ich kann mit Hazel sehr gut mitfühlen. Könnte dran liegen das ich eine Handicap habe und mich viele Situationen in die sich Hazel befindet bei mir manchmal sehr ähnlich sind wie z.B. wie das Kind zu Hazel kommt und fragt was sie da hat und die Mutter von dem Kind sie gleich wieder zurück rufen will. Bis jetzt gefällt mir das Buch sehr gut.

Isabell: Die ersten 4 Kapitel sind geschafft und ich habe mich schon wieder in die Charaktere verliebt. Ich kann Hazel in ihrer Denkweise zum Thema Krebs sehr gut nachempfinden und ihre Liebe zu einem einzigen Buch. In Augustus verliebt man sich auch wieder sofort. Vor allem seine Metapher finde ich genial!
Und Isaac tut mir ja auch total leid. Er steht er kurz davor, sein zweites Auge zu verlieren und zu erblinden und dann macht seine Freundin mit ihm Schluss, weil sie es nicht ertragen will. HALLO?? Isaac wird blind, nicht sie. Man kann dem doch eine Chance geben.

Nezumi: Es ist sehr fesselnd, man kann es kaum aus der Hand legen und auch ein "kurz reinschauen" funktioniert nicht - ich denke, ich werde das sehr schnell gelesen haben. Gleichzeitig fürchte ich mich vor dem Ende und hoffe, dass ich die Protagonistin nicht zu sehr ins Herz schließen werde...
Auf den vergangenen Seiten haben wir einen ersten Einblick in den Tagesablauf von Hazel bekommen, haben Gus und auch Isaac kennengelernt. 
Markiert habe ich mir zwei Stellen: 
Zum einen Seite 36 - Hazel berichtet hier von Büchern, die so besonders für sie sind, dass sie diese ungern teilen möchte, weil es sich wie Verrat anfühlt - und damit wurde sie mir so unheimlich sympathisch, denn ich kenne das Gefühl, wenn es sich bei mir auch hauptsächlich auf die Musik bezieht... 
Eine weitere Stelle, die mir aufgefallen ist war auf Seite 38, als sie "V wie Vendetta" gesehen haben und Hazel sich fragt, wieso ihr "Jungsfilme" gefallen sollten. Das ist mir ziemlich bitter aufgestoßen, denn zum einen hasse ich diese Klassifizierungen und zum anderen war der Film wirklich gut ;) 
Das Buch strotzt vor Sarkasmus und Galgenhumor und gerade deshalb ist es mir so unheimlich sympathisch! Ich freue mich unheimlich auf die nächsten Seiten und werde mich diesen auch sofort widmen!


Joy: Normalerweise lese ich solche Bücher überhaupt nicht. Da ich selbst 2 kleine Kiddies habe, mache ich im Prinzip einen großen Bogen um Schicksalsromane. Aber diesem Hype auf youtube (und meiner Buchhandlung ) konnte ich mich nicht widersetzen.
Nun bin ich doch positiv überrascht ( wobei ich ja kaum Vergleichsmöglichkeiten habe):
Ich konnte sofort in die Geschichte eintauchen. Hazel ist unglaublich sympathisch und stark. Man bekommt einen guten Einblick in ihr Leben, wie sie alles meistert und wie schwer dieses Schicksal für alle beteiligten ertragen ist. 
Genauso verhält es sich mit Augustus. Spätestens als beschrieben wurde wie er Auto fährt, fand ich ihn toll.  
So, ich lese dann mal weiter, obwohl ich auch ein bisschen Angst davor habe.... 

Jade: In den ersten vier Kapiteln lernen wir die 16jährige, krebskranke Hazel kennen. Hazel war mir vom ersten Moment an sympathisch. Sie ist - vielleicht auch bedingt durch ihre Krankheit - nicht der typische Teenager. Hazel denkt sehr viel nach, natürlich auch über den Tod. Das ist aber wohl auch vermutlich normal in ihrer Situation. Schließlich weiß sie ja, dass alle Maßnahmen nur lebensverlängernd sind. Schließlich erfahren wir ja bereits im zweiten Kapitel, dass sie beinahe schon einmal gestorben wäre. Nachvollziehbar  ist für mich - gerade in ihrer Situation - auch ihre Einstellung, sich nicht mehr mit zu vielen Menschen anfreunden zu wollen. Aber vielleicht kann ich auch nur aus eigener Erfahrung gut nachvollziehen. Daher kann ich auch ihren Hang dazu, Selbsthilfegruppen zu meiden, nachvollziehen. Irgendwie wäre es mir, glaube ich, auch zu deprimierend, in solchen Gruppen immer nur über die Krankheiten zu reden.
Hazel hat zwar auch ein paar Freunde noch aus ihren High- School- Zeiten, aber da sie ja schon länger nicht mehr dorthin geht, scheint dieser Kontakt mehr oder weniger oberflächlich zu sein. 
Auch Gus scheint mir ganz sympathisch zu sein. Allerdings wirkt er auf mich, als wollte er etwas verbergen oder nicht wahrhaben wollen mit seiner eigenen Krankheit. Aber jeder hat wohl so seine eigene Einstellung in diesen Dingen. 
Isaac aus der Selbsthilfegruppe ist, wenn er auch (noch) nicht so wirklich wichtig ist, auch ganz in Ordnung. Verstehen konnte ich ihn, als er wegen des Endes der Beziehung mit seiner Freundin am Ende war. Aber auch sie kann ich verstehen. Sie kann es offenbar einfach nicht ertragen, wenn er blind ist und hätte wohl ein schlechtes Gewissen, bis nach der OP zu warten. Dennoch kann ich beide Verhaltensweise irgendwie nachvollziehen. Solche Krankheiten sind schließlich auch für die Angehörigen oder Bekannte nicht einfach. Bekannte können sich einfacher abwenden, Angehörige ja nicht so schnell. 
Interessant fand ich, dass die Selbsthilfegruppe sich im Keller einer Kirche trifft und auch von der Art her eine religiöse Tendenz hat. Aber viele Menschen flüchten sich gerade in solchen Situationen in die Religion - solche Tendenzen konnte ich als Religionswissenschaftlerin bereits beobachten. Auch der Erlösungsgedanke von Religionen wird etwas deutlich. Allerdings kann es auch sein, dass es hier nur mir so geht, eben durch mein Studium der Religionswissenschaft und der Religionsphilosophie. 

Chia: Bis jetzt finde ich das Buch richtig gut und ich beginne es zu verschlingen. Ich kann Hazel verstehen, dass sie nicht bemitleidet werden möchte. Mir geht es da oft ähnlich. 
Gus ist mir sehr sympathisch. Er geht auf Isaac und Hazel ein ohne sie zu bemitleiden und schafft so etwas wie Normalität. Er holt die Leute aus ihrem Trott raus bzw. versucht es. Die Ermutigungen in seinem Elternhaus finde ich irgendwie witzig und mag den Vergleich den Hazel zu einem davon findet. 
Ich bin mal gespannt wie es weiter geht und ob ich eine emotionale Bindung aufbaue zu den Charakteren ( wobei wenn ich das tue ich sicher wieder heulen muss).

Fraencis: Wow. Das Buch ist unfassbar grandios! Ich habe selten eine so sympathische Protagonistinerlebt. Hazel ist witzig, sarkastisch und keineswegs naiv (eine Eigenschaft, die ich bei fiktiven Figuren sehr nervig finde) und führt mit einem solchen Charme durch die Handlung, dass die Seiten nur so dahin rasen. Meiner Meinung nach ist das was Hazel erlebt, sehr realistisch. Ich finde es gut, dass nichts geschönt wird und John Green auch auf so etwas Wichtiges hinweist, wie die Veränderung in den Freundschaften. Kaitlyn unternimmt zwar ab und an noch etwas mit Hazel, aber als Leser spürt man schon direkt, dass diese Freundschaft keine wahre Freundschaft mehr ist, noch bevor Hazel dies selbst erzählt.
Auch die Selbsthilfegruppe ist ein interessanter Teil der Geschichte, da viele der Teilnehmer das Ganze eher ironisch sehen und nicht aus eigenem Interesse hingehen.
Mein Lieblingsaspekt an dem Buch ist aber, neben der Ausarbeitung von Hazels Charakter, dass vor allem Bücher eine große Rolle spielen. Nicht nur Hazel liest gerne, sondern auch ihr Freund Gus, mit dem sie sich dann auch über die gelesenen Bücher austauscht.
Nicht nur die Charaktere gefallen mir außerordentlich gut, auch der Schreibstil hat mich gepackt. Der Autor erzählt die Geschichte mit wenig Ausschweifungen, mit viel Witz, aber auch mit einem gewissen Ernst.

Anka: Auf den ersten Seiten habe ich mich etwas schwer getan. Wir haben es hier mit einem sehr ehrlichen Buch zu tun, mit authentischen Protagonisten, die sehr offen mit ihrer Krankheit umgehen. Wahnsinn! Da fragt man sich, wie man selbst reagieren würde, wenn man entweder selbst betroffen wäre oder vielleicht die beste Freundin. Der herrlich lockere, jugendliche und humorvolle Schreibstil gefällt mir gut. Es gab bereits Momente, in denen ich schlucken musste, aber auch andere, in denen ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen konnte. Hazel ist eine beeindruckende und inspirierende Heldin, aber auch ihr männlicher Gegenspieler Gus hat eine besondere Art an sich. Ich mag beide schon jetzt sehr. Trotzdem muss ich sagen, dass mich das Buch bisher nicht in seinen Bann ziehen konnte. Ich lese es gern, aber der Pageturner-Effekt bleibt noch aus...


Weiter geht es...

2. Meilenstein: Kapitel 5 - Kapitel 10
3. Meilenstein: Kapitel 11 - Kapitel 15
4. Meilenstein: Kapitel 16 - Ende

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