Dienstag, 23. August 2011

[Rezi] + [Buchtipp] Lehrer, Liebe, Lügen - Renate Kaiser


Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ich bin Teilnehmerin einer Leserunde, die Rezensionsexemplare liest und darüber Meinungsberichte postet – sowohl in Blogs, bei Ciao.de, bei Vorablesen.de (wenn es dort möglich ist), bei Amazon und anderen Internetseiten, bei denen man Rezensionen/Meinungen einstellen kann.

So fand auch das folgende Buch Einlass in unsere Leserunde

==Lehrer, Liebe, Lügen==

Autorin: Renate Kaiser
Erscheinungsdatum in Deutschland: 4. März 2010
Verlag: Schenk-Verlag, Passau
Seitenzahl: 159 Seiten
ISBN-Nummer: 978-3939337720
Vom Verlag empfohlenes Lesealter: 10 bis 12 Jahre

Das Buch liegt als Taschenbuch vor und kostet im Buchhandel 7,90 Euro.


==Über die Autorin Renate Kaiser==
Renate Kaiser lebt mit ihrer Familie in Neuss. Nachdem sie in sieben Jahren mehr als 800 Kinder- und Jugendbücher gelesen hatte, entschloss sie sich, ein eigenes Buch zu schreiben.

Bisher sind von Renate Kaiser zwei Jugendbücher erschienen – „Lehrer, Liebe, Lügen“ und „750 Gramm pro Woche“. 

Mehr über Renate Kaiser und ihre Projekte erfahrt ihr auf ihrer Homepage.

==Miekes Mutter verliebt sich in Miekes Mathe-Lehrer – oder: die Handlung==
Die 13-jährige Mieke hat einen schönen Urlaub auf der Nordseeinsel Borkum hinter sich. Sie war dort mit einer Jugendgruppe und ihrer besten Freundin Claudia. Dort hat sie sich in Jörn verliebt.

Nach den Ferien beginnt der Unterricht an der Mädchenschule in Düsseldorf wieder. Mieke und ihre Schulkameradinnen sind angenehm überrascht. In den Fächern Mathematik und Geschichte bekommen sie den gut aussehenden Lehrer Thomas Wartke. Er ist neu an der Schule, und Mieke hofft, dass er ihr in seinem Unterricht Mathematik besser und verständlicher vermitteln kann als die bisherigen Mathe-Lehrer.

Herr Wartke kann den Stoff tatsächlich wesentlich besser erklären. Jedoch ergibt sich eine unerwartete Komplikation. Miekes Mutter, die ihre Tochter alleine erzieht, verliebt sich in Herrn Wartke.

Das schockiert nicht nur Mieke – sondern führt zu Konflikten zwischen Mieke und ihrer Mutter, zwischen Herrn Wartke und einigen Schulkameradinnen sowie Herrn Wartke und der Schulleitung. Die Situation spitzt sich zu.

Darüber hinaus hat Mieke viel mit sich selbst zu tun – sie ist sehr verliebt in Jörn – und übersieht dabei fast Fabian, einen Jungen aus Düsseldorf, dem viel an ihr liegt…


==Leseprobe==
Eine Leseprobe findet man direkt auf der Webseite des Schenk-Verlags.


==Lockere Mädchenlektüre mit Konflikten – oder: meine Leseerfahrung==
Während einer Busfahrt nach Straßburg hatte ich Gelegenheit und Ruhe, mich dem Buch zu widmen. Beim Lesen war ich sofort mittendrin im Geschehen. Die Ich-Erzählerin Mieke ist sympathisch, und sie erinnert mich an viele Teenies, denen ich Nachhilfe gebe und auch schon gegeben habe.

Als Leserin nehme ich teil an Miekes Leben und Miekes Gedanken. Mieke erzählt in der Gegenwart und in einer Jugendsprache, die auch Wörter wie „Tussi“, „hammergeil“, „hippe Girls“ – oder auch Ausdrücke, wie „was ist denn das für ein scharfes Teil?“ enthalten. Sicherlich sind das keine Ausdrücke und Wörter, die ich verwende – aber sie machen die Lektüre irgendwie authentisch.

Viele Dialoge und eine ereignisreiche Handlung machen die Lektüre leicht und schnell lesbar. Natürlich interessiert mich als „Außenstehende“, welche Konsequenzen es hat, wenn ein Lehrer sich in die Mutter einer seiner Schülerinnen verliebt. Ich erinnere mich zurück an meine Schulzeit – da gab es eine Mitschülerin, die sich in einen Lehrer verliebte. Allerdings geschah das nach dem Abitur – als wir Schüler der Klasse 13 bereits das Gymnasium verlassen hatten – und hatte also keinerlei Konsequenzen für den Lehrer. Das ist gut und richtig so. Die beiden – ehemalige Mitschülerin und Lehrer – haben schnell geheiratet und auch Kinder.

Anders verhält sich die Situation natürlich, wenn eine Schülerin noch an der Schule ist – und sie sich oder ihre Mutter in einen Lehrer verlieben. Renate Kaiser zeigt hier sehr schlüssig und plausibel auf, wohin das führen kann – und das macht für mich das Buch lesenswert und glaubwürdig.

Aber nicht nur um diese Thematik geht es – auch die Passagen über Miekes Liebe zu Jörn und darüber, wie sie sich mit ihren Freundinnen unterhält und sie trifft, waren angenehm und gut zu lesen. Ich fühlte mich beim Lesen zurückversetzt in die Zeit, als ich selbst Teenager war und als ich engen Freundinnen so manche Dinge anvertraute.

Ich danke der Autorin für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


==Mein Fazit==
„Lehrer, Liebe, Lügen“ von Renate Kaiser ist ein gut und schnell zu lesender Roman für Mädchen im Alter von 10 bis 12 Jahren.

Vielen Dank fürs Lesen und Bewerten!

Eure Verrückte Leseratte
Adelheid

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