Montag, 26. September 2011

[Rezi] Der bessere Mensch - Georg Haderer

 
 
 
·  Hardcover mit Schutzumschlag: 328 Seiten
·  Verlag: Haymon Verlag (2. Auflage im September 2011)
·  ISBN: 978-3-85218-631-3
·  Genre: Krimi
·  Preis: 19,90 Euro


Infos zum Autor Georg Haderer






Schäfer ist zurück – und er ist besser gelaunt denn je. Schließlich war der Polizeimajor in seinem letzten Fall dem Wahnsinn wesentlich näher als der Aufklärung der Morde. Der Pharmaindustrie sei Dank geht es ihm nun bestens. Fast zu gut, findet Assistent Bergmann, als sich sein Chef pillengestärkt und manisch rechthaberisch in die Ermittlungen stürzt: Ein Nationalrat im Ruhestand liegt tot in seinem Arbeitszimmer. Von seinem Kopf ist nicht mehr viel übrig, nachdem der Täter ihn mit Phosphorsäure übergossen hat. Die DNA-Spur allerdings führt zu einem Verbrecher, der seit fünfzehn Jahren tot ist. Wenig später wird ein türkisches Mädchen mit einem Messer in der Brust in der elterlichen Wohnung gefunden. In heiligem Zorn auf den tyrannischen Vater übt Schäfer Selbstjustiz und wird geradewegs nach Salzburg strafversetzt, wo der Fall eine dramatische Wendung erfährt …
In seinem neuen Kriminalroman erschließt Georg Haderer eine neue Ebene der kriminalliterarischen Kunst – furios, komisch und berauschend in jeder Beziehung.



Gute Krimis mit außergewöhnlichen Kommissaren kommen nicht nur aus Skandinavien!

Ein guter Krimi benötigt Spannung, einen undurchsichtigen Fall, einen Täter, den der Leser im besten Fall erst am Ende entlarvt, einen eigensinnigen und doch auf irgendeine Weise sympatischen Ermittler, eine authentische Geschichte, die das Geschehen abrundet und einen kleinen spritzer Humor. All das besitzt "Der bessere Mensch".

Georg Haderer konnte mich mit seinem neuen Krimi überzeugen. Mit Polizeimajor Schäfer hat er einen eigenwilligen und interessanten Hauptprotagonisten geschaffen, an den ich mich jedoch erst gewöhnen musste. Er ist keinesfalls makellos, ganz im Gegenteil, er hat seine Macken, die nicht nur seinen Assistenten Bergmann aufstöhnen lassen, doch gerade deshalb gewinnt er mehr und mehr an Sympathie.

Der Anfang liest sich ein bisschen stockend und ich habe einige Seiten benötigt, um in die Geschichte hineinzufinden. Doch irgendwann fliegen die Seiten wie von selbst und ich konnte Seite an Seite mit dem Polizeimajor auf Spurensuche gehen.

Erst der Mord am ehemaligen Politiker und Nationalrat Born, dann eine erstochene Türkin. Schäfer und sein Assistent Bergmann haben alle Hände voll zu tun. Die Ermittlungen gestalten sich als schwierig und Major Schäfer kämpft aufgrund der Einnahme starker Medikamente regelmäßig mit Stimmungsschwankungen, die ihn einen folgenschweren Fehler begehen lassen. Konsequenz: Strafversetzung nach Salzburg. Doch der kuriose Mord an Nationalrat Born lässt ihn nicht los und so führt er seine Ermittlungen fort, denn auch der Täter scheint seinen Schauplatz verlegt zu haben...

Der Fall ist in sich abgeschlossen und es ist nicht zwingend notwendig, die zwei vorherigen Krimis gelesen zu haben. Ich werde mein Versäumnis aber nachholen, denn ich möchte mehr über Schäfer und seine Vorgeschichte erfahren.

Schäfers dritter war mein erster und ganz bestimmt nicht letzter Fall aus der Feder von Georg Haderer. Jeder Fan von niveauvollen Krimis kommt voll auf seine Kosten und wird mit einer gut ausgeklügelten, authentischen, sympatischen und spannenden Geschichte belohnt.

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