Montag, 1. Juli 2013

Mein Halbjahres Lesehighlight 2013 ~ Blogtour Station #01


Herzlich Willkommen 
zur Blogtour anlässlich unseres 
Halbjahres Lesehighlights 2013!



Heute beginnt unsere kleine Blogtour und macht zuerst hier bei mir Station. Ich freue mich sehr auf diese ereignisreiche Woche und die tollen Beiträge meiner zauberhaften Bloggerkolleginnen.

Während ich letztes Jahr kurz überlegen musste, welchen Titel ich zu meinem Halbjahres Lesehighlight küre, war die diesjährige Wahl bereits beim Lesen des Buches klar.
Auch wenn "Der Märchenerzähler" von Antonia Michaelis keine Neuerscheinung 2013 und sicher vielen von euch schon lange ein Begriff ist, kann für mich nur diese Geschichte mein persönliches Lesehighlight sein.




Ganz bewusst werde ich die Kurzbeschreibung heute weglassen, denn ich wünsche mir, dass diejenigen, die das Buch noch nicht gelesen haben, genauso ahnungslos an die Geschichte rangehen, wie ich es getan habe.

In den letzten Wochen habe ich immer wieder versucht, die richtigen Worte zu finden, um dieses Buch zu beschreiben. Auch heute saß ich wieder vor einer leeren Seite und tat mich schwer. Als auch nach 2 Stunden noch kein einziges Wort getippt war, überfiel mich die Panik. Mensch Anka, dir müssen doch ein paar Sätzchen zu diesem Buch einfallen. Warum hat es dir so gefallen? Warum wählst du es zu deinem Halbjahres Lesehighlight? Nein, alle Schreibversuche schlugen fehl, ich fand keine Worte, die der Geschichte auch nur annähernd gerecht wurden. 
Vielleicht muss ich die Sache anders angehen und lass einfach meine Gefühle sprechen? Was habe ich beim Lesen empfunden? Wie habe ich mich gefühlt?

Noch nie hat mich ein Buch so emotional mitgerissen wie dieses. Schon im Prolog konnte ich erahnen, dass die nächsten 440 Seiten ordentlich mit meinen Gefühlen spielen würden.

Ich lernte Anna kennen und hätte am liebsten angefangen zu weinen. Sie und das Buch an sich, jede einzelne Seite, strahlte für mich solch eine Verletzlichkeit aus. Ich hielt das Buch ganz vorsichtig, atmete ganz flach, blättere die Seiten ganz leise um. Ich wollte es beschützen, immer wieder ganz vorsichtig an mich drücken und ihm leise zuflüstern, dass alles gut wird.

Die Handlung schritt voran und ich ließ mich immer weiter davon tragen. Ich vergaß Raum und Zeit, ließ mich auf Anna und Abel ein, nahm Anna passagenweise an die Hand, ging den Weg mit ihr gemeinsam und blieb schließlich doch die stille Beobachterin, die machtlos zusehen musste.



Antonia Michaelis Worte waren ehrlich, sie waren warm, sie waren kalt, sie waren poetisch, sie waren verspielt, sie waren verträumt und doch konnten sie schneiden und verletzen, wie ein Messer. Antonia Michaelis Art zu schreiben berührte mich auch eine ganz besondere Art und Weise - sie traf mich mitten ins Herz.

Ich durchlebte eine wahre Gefühlswelt, die eigentlich bunt wie ein Regenbogen sein sollte, die Farben blieben aber eher dunkel und grau. Ich fühlte mich glücklich, ich hatte Angst, ich verspürte eine ungeheure Wut, ich war traurig, ich verliebte mich und ich trauerte. 



An die letzten Seiten des Buches denke ich nur ungern zurück. Das Ende kam näher und ich ahnte, wie "Der Märchenerzähler" enden würde. Auch heute bekomme ich noch ein flaues Gefühl im Magen und ich muss ein vereinzeltes Tränchen wegblinzeln. Beim Lesen ließ ich meinen Gefühlen und den Tränen jedoch freien Lauf. Ich fühlte mich so machtlos, war so ergriffen, so verzweifelt und hätte am liebsten laut geschrieen. Das Ende war unvermeidlich und es passte zum Rest der Geschichte, wie die Faust aufs Auge. Diese Geschichte hätte nicht anders enden dürfen. Trotzdem tat es weh...



"Der Märchenerzähler" ist für mich eine ganz besondere Geschichte. Auch Tage später, als das Buch schon längst wieder im Regal stand, fühlte ich es noch ganz nah bei mir. Ich dachte an Anna, ich dachte an Abel, an Abels kleine Schwester... sie fehlten mir. Es war ein ganz merkwürdiges Gefühl und ich brauchte tatsächlich meine Zeit, um in die Realität zurückzufinden...

Solltet ihr den Märchenerzähler noch nicht kennen, dann lege ich euch dieses Buch wärmstens ans Herz. Lasst euch von Anna und Abel an die Hand nehmen. Lasst euch von ihnen ihre Geschichte erzählen. Lasst euch auf ein ganz besonderes, gefühlvolles Leseerlebnis ein...

So viel zu meinem Halbjahres Lesehighlight 2013. Vielleicht ist es mir ja ein Stück weit gelungen, die erlebten Emotionen in Worte zu fassen und an euch weiterzugeben.

Dies war nun die erste Station unserer Blogtour zu unseren Halbjahres Lesehighlights. Morgen geht es bei Damaris auf ihrem Blog Damaris liest weiter. Ich bin schon sehr auf ihr Lesehighlight gespannt!

Welches war denn euer Halbjahres Lesehighlight 2013? Hinterlasst uns einen Kommentar, tauscht euch mit uns aus! Am Sonntag werde ich versuchen, so viele Lesehighlights wie möglich zusammenzutragen, sodass wir alle mit einer langen Liste Buchtipps aus dieser Woche herausgehen.

Ich würde mich freuen, wenn ihr unsere Blogtour in den nächsten Tagen verfolgt und auch bei den anderen Mädels fleißig vorbeischaut!