Sonntag, 31. Oktober 2010

Gelesen: Schlaflos in Hamburg – Hortense & Allyssa Ullrich


    Zuerst an dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön an lovelybooks und den Rowohlt Taschenbuch Verlag, die mir diesen Roman zum Testlesen zur Verfügung gestellt haben!

    Dieses Buch ist etwas Besonderes – das war mir bereits klar, als ich es aus dem Päckchen zog. Das Cover hat mir auf den ersten Blick sehr gut gefallen. Bunt, chaotisch, weiblich. Einen ausführlichen Klappentext gibt es nicht, nur ein paar kurze Sätzchen, die aber völlig ausreichen, um den Leser neugierig auf den Inhalt zu machen.
    Ich öffnete das Buch und blätterte durch ein paar Seiten. Mir fiel sofort die dunkelrote Schrift auf, teilweise unterbrochen von dunkelvioletter Schrift. Auch die Kapitelüberschriften sind farbig und sehr verspielt. Auf der einen oder anderen Seite ist ein Bild, welches wie ein Foto aussieht.

    Nun ans Eingemachte!
    Die Widmung vorn im Buch hat mich persönlich berührt – wie wahr.
    Der Roman beginnt mit einem Vorwort von Hortense Ullrich, der Mama. Das kleine Wörtchen „Mom“ hat bloß drei Buchstaben und hat doch – je nach Betonung – eine andere Bedeutung, ist euch das schon mal aufgefallen?
    Wenn ich mich nicht verzählt habe (ich habe es nicht so mit Zahlen, verzeiht mir!) besteht der Rest des Buches aus 34 Kapiteln, hier Episoden genannt. Allyssa beschreibt autobiografisch wie sie von zu Hause auszieht und in ihr „eigenes Leben“ startet. Sie hat ihr Abi bestanden und zieht studienbedingt von Bremen nach Hamburg. In fast jeder Episode gibt es einen Einwurf von der Mama und man erfährt, wie sie den Auszug ihrer Tochter erlebt.

    Das ganze Buch ist sehr humorvoll geschrieben und meiner Meinung nach sehr überspitzt. Da mein Auszug von daheim, die Wohnungssuche und alles was dazu gehört auch noch nicht so lang zurück liegen, dachte ich, ich könnte mich gut mit Allyssa identifizieren. Leider ist es nicht gelungen, schade. Allyssa wirkt wirklich sehr naiv und weltfremd. Ein leerer Kühlschrank (Huch! Ich muss ja einkaufen, ich wohne nicht mehr zu Hause!), das Verlaufen/Verfahren in Hamburg (wie kann man seine eigene Adresse vergessen??) und die Verwechslung von Kalter Hund mit Falscher Hase haben mich nicht mehr schmunzeln, sondern vielmehr den Kopf schütteln lassen. Natürlich ist es ein Roman, aber da die Aufmachung und Darstellung auf „autobiografisch“ erzählte Erlebnisse hinweist, passt das irgendwie nicht so richtig.

    Trotzdem finde ich dieses Buch gut und empfehle es auch weiter. Ich hatte einfach etwas anderes erwartet und war deshalb vielleicht ein bisschen enttäuscht. Es ist eine leichte, lockere, chaotische und teilweise auch authentische Unterhaltung. Der Schreibstil gefällt mir gut. Die Episoden lesen sich sehr flüssig und es ist immer wieder lustig zu lesen, was die Mama von Allyssas chaotischen Erlebnissen hält.

    Als nächstes werde ich das Buch meiner Mama in die Hand drücken. Es ist eben ein Mutter – Tochter – Roman! Danach soll es unbedingt Jasi lesen, die jetzt auch zum Studieren in eine andere Stadt gezogen ist.

    Drücker, 
    XxxAnkaxxX

    1 Kommentar:

    1. Danke für deine Glückwünsche ;D

      Liebe Grüße,
      Dunkelschön
      http://dunkelschoen.blogspot.com/

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