Montag, 29. November 2010

Gelesen: Kalte Stille - Wulf Dorn

Einen wunderschönen Montag und einen super Start in die neue Woche wünsche ich euch!
Heute möchte ich euch mal wieder ein gutes Buch vorstellen...

Diesen dicken Thriller habe ich bei einem von Kossis Gewinnspielen gewonnen. Es ist ein ganz besonderes Exemplar, denn der liebe Wulf Dorn hat vorn eine Widmung hineingeschrieben.

Mit großen Erwartungen habe ich mich auf dieses Buch gestürzt. "The Voice" Sven Matthias hat mich in seiner Lauschprobe zu diesem Thriller total neugierig gemacht. Er spricht von Tiefe, einer Gefühlsachterbahn und einer überraschenden Auflösung. 

Worum geht es denn jetzt eigentlich? Das Buch beginnt mit der Schilderung eines Autounfalls. Der Leser merkt gleich, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugegangen ist. Die eigentliche Handlung beginnt mit dem Protagononisten Jan Forstner, der in seine Geburtsstadt Fahlenberg zurückkehrt. Jan ist Psychiater und erhält ein Jobangebot in der örtlichen Klinik. Die Rückkehr in seine alte Heimat ist für Jan alles andere als leicht. Denn hier hat er vor vielen vielen Jahren in ein und derselben Nacht seinen kleinen Bruder und seinen Vater verloren. Das plötzliche Verschwinden seines Bruders wurde nie aufgeklärt. Alles was Jan aus dieser Nacht geblieben ist, ist sein Tonbandgerät, das die KALTE STILLE aufgezeichnet hat. Dieser Verlust hat Jans Leben fortan bestimmt. In Fahlenberg angekommen holt ihn seine Vergangenheit wieder ein. Er wird Zeuge eines dramatischen Selbstmordes, der ihn an seine Kindheit zurückdenken lässt, in der er ähnliches erlebt hat. Die Ähnlichkeit der zwei Opfer ist frappierend. Jan beginnt Nachforschungen anzustellen und findet sich schnell auf der Parkbank wieder, auf der vor 23 Jahren sein kleiner Bruder verschwunden ist...

Bereits ab der ersten Seite ist eine unterschwellige Spannung zu spüren. Mir kam es beim Lesen so vor, als wenn im Hintergrund leise spannungsgeladene Musik läuft, wie im Fernsehen. Die Musik weist einen darauf hin, dass gleich etwas Grausames oder Erschreckendes passiert. Diese "Musik" zieht sich durch das gesamte Buch. Jedoch empfand ich die Spannung nicht als sooo fesselnd und konnte das Buch getrost zur Seite legen, als ich müde war. Die Spannung baut sich immer mehr auf - aber ein explosives Ende, wie ich es mir gewünscht hätte, bleibt aus, schade. Außerdem waren es mir zuuu viele Tote, ein paar weniger hätten es auch getan.

Trotz allem ist es ein Buch, das ich gern weiterempfehle. Es liest sich gut, die Spannung wird von Anfang bis Ende gehalten, aber richtig "gethrillt" habe ich mich nicht gefühlt.

Liebe Grüße
XxxAnkaxxX

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