Mittwoch, 28. September 2011

[Rezi] Isola - Isabel Abedi

 
·  Hardcover: 324 Seiten
·  Verlag: Arena (Juni 2007)
·  ISBN: 978-3401060484
·  Genre: Jugendthriller
·  FSK: empfohlen ab 12 Jahren
·  Preis: 14,95 Euro (seit Januar 2010 auch als TB für 9,99 Euro erhältlich)






Zwölf Jugendliche.
Eine einsame Insel.
Drei Dinge, die sie mitnehmen dürfen.
Und unzählige Kameras, die sie beobachten...


Die 17-jährige Vera wird als eine der zwölf Jugendlichen auserwählt, die drei Wochen auf einer unbewohnten Insel verbringen sollen. Rund um die Uhr werden sie von versteckten Kameras überwacht. Der gefragte Regisseur Quint Tempelhoff schneidet aus diesen drei Wochen einen Film, mit dem er an seine bisherigen Erfolge anknüpfen möchte.
Was die zwölf Jugendlichen nicht wissen, sie sind Teil eines Spiels, das jede Menge Misstrauen und Unruhe auf die paradisische Insel bringen wird. Während sich die zurückhaltene Vera immer mehr zu dem mysteriösen Solo hingezogen fühlt, verwischen die Grenzen zwischen Spiel und Realität und die Jugendlichen finden sich in einem Albtraum wieder, gefangen auf einer Insel, von der es kein Entkommen zu geben scheint...


Schon lange wollte ich eines von Isabel Abedis hoch gelobten Jugendbüchern lesen. Nun war es soweit und ich schlug die erste Seite von Isola auf. Die Kurzbeschreibung hatte mich bereits vor dem Lesen auf eine spannende Reise vorbereitet und so machte ich mich zusammen mit "Vera" auf den Weg auf die unbewohnte Insel Isola, nahe des brasilianischen Festlandes.


Isabel Abedi erzählt die Geschichte aus der Sicht der jungen Vera. Ein zurückhaltendes und verschlossenes Mädchen, das ihre ganz eigenen Gründe hat, an Tempelhoffs Projekt teilzunehmen. Neben Vera lernen wir die anderen elf Jugendlichen kennen - es gibt den Klassenclown, die Schöne, die Sabbeltasche, die Kreative, die Rebellische.... alle Typen, die eine gemischte Gruppe interessant machen und für jede Menge Zündstoff sorgen können.
Vera war mir von Anfang an sympatisch und ich wollte mehr über ihre Vergangenheit wissen, die sie stets versucht zu verschleiern. Sie gibt sich geheimnisvoll, genau wie der hübsche und mysteriöse Solo, an den nicht nur Vera ihr Herz verliert ;)


"Ich schaute ihm direkt in die dunklen Augen und in diesem Moment wurde mir klar, dass man einen Menschen nicht kennen muss, um sich in ihn zu verlieben. Man muss nicht einmal mit ihm gesprochen haben. Seit diesem Augenblick weiß ich auch, dass Liebe schneller sein kann als unser Bewusstsein (...) Liebe ist etwas, auf das man keinen EInfluss hat, sondern etwas, das einen findet - ohne Grund, ohne Kommentar und ohne, dass man sich dagegen wehren kann. Vielleicht ist es mit der Liebe so wie mit der Musik, man kann sie nicht erklären, sie trifft einen wortlos - mitten ins Herz."
S. 120


Über die Ereignisse auf der Insel möchte ich nichts verraten - nur so viel, der Geschichte fehlt es weder an Spannung, noch an zarter Romantik, die zur keiner Zeit kitschig erscheint.


Der leichte Schreibstil liest sich angenehm und die Autorin verzichtet komplett auf den Jugendslang, den man in dieser gemischten Truppe erwarten könnte. Trotzdem beschreibt sie alle unterschiedlichen Charaktere so treffend, dass ich Pearl, Joker, Moon, Neander und Co. direkt vor mir sehe.
Auch Vera wird mit einer besonderen Tiefe beschrieben. Der Leser fühlt mit ihr mit und kann ihre Gedanken nachvollziehen. Ihre Gefühle zu Solo, aber auch ihre lang unterdrückten Gefühle, die sie mit Brasilien und ihrer Vergangenheit verbindet.


Das Buch hat mich gepackt, gefesselt und nicht mehr losgelassen. Bereits von Anfang an flogen die Seiten und ließen mich alles um mich herum vergessen. 

"Ich hätte weglaufen können. Noch heute spukt dieser Gedanke oft durch meinen Kopf. Ich hätte mich heimlich von der Gruppe entfernen können, genügend Gelegenheiten hätte es gegeben. Aber hätte das etwas geändert? Wäre das Projekt abgebrochen worden? Wäre vielleicht kein Blut geflossen? Es ist so sinnlos, sich diese Fragen zu stellen, mein Verstand weiß das. Aber die Fragen wissen es nicht. Sie kommen - ohne vorher anzuklopfen und sich zu erkundigen, ob es gerade passt."
Cover


Das Ende? Na ja, ich hatte irgend etwas anderes erwartet. Trotzdem ist die Geschichte in sich schlüssig und hat mir sehr gut gefallen. Dies war garantiert NICHT das letzte Buch, das ich von Isabel Abedi gelesen habe.

Kommentare:

  1. Die Bücher von Isabel Abedi sind alle richtig toll, aber Isola gefällt mir am Besten ;)

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  2. Huhu,

    ich bin gerade über Damaris Blog bei Dir gelandet :)

    "Isola" will ich auch noch lesen - das klingt ja wirklich sehr vielversprechend! Ich habe bisher "Whisper" und "Lucian" von Isabel Abedi gelesen und fand beide Bücher gut (von Lucian war ich begeistert, Whisper war mehr mittelmäßig aber dennoch recht gut).

    Ich werd Dich mal verfolgen (via Goggle Friend Connect) ;)

    LG
    Monika

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  3. Anka, du kennst ja meine Meinung zu Isabel Abedis Büchern. Monika und ich sind da gleich :-) Isola war super, Whisper auch gut und Lucian - Lieblingsbuch bis heute!! Du hast Recht, wenn du es als nächstes liest ;-)
    Drück!

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  4. @Wonder_ Ja, Isola ist wirklich klasse. Welche Bücher hast du denn schon von Isabel Abedi gelesen?

    @Monika Oh wie schön! Herzlich Willkommen! Ich freue mich sehr über dein Abo!
    Na dann bin ich jetzt ja noch mehr auf Lucian gespannt. Whisper schneidet bei den Bewertungen ja nicht ganz so gut ab, aber ich werde es sicherlich auch noch lesen.

    @Damaris Ja! Ich freue mich schon, sie auf der Messe zu sehen. Vielleicht kann ich mir ja sogar vor Ort ein Buch von ihr kaufen?! Drücker zurück!!

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  5. Hey :),
    Isola hab ich auch schon gelesen und war wie du,davon begeistert.Trotzdem fand ich das Buch 'Lucian' von der Autorin besser ^_^
    Jedenfalls les ich deinen Blog jetzt auch regelmäßig ^^
    Wenn du willst kannst du bei mir auch mal vorbeischaun,hab auch einen Bücherblog (:
    http://sabrinas-books.blogspot.com/
    Vielleicht willst du auch bei meinem Gewinnspiel mitmachen,ich verlose das Buch 'Ugly-Verlier nicht dein Gesicht'
    :)

    LG

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