Hin und wieder werde ich gefragt, warum ich vegan lebe und was diese Entscheidung für mich bedeutet. Gern möchte ich heute meine Gedanken mit euch teilen und euch dazu animieren, die pflanzliche Ernährung auch mal auszuprobieren. Gerade jetzt anlässlich des Veganuarys gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich zu informieren. Wusstet ihr, dass ihr sogar ein Promi-Kochbuch gratis bekommt? HIER geht's zum Veganuary (und zum gratis Kochbuch)!
Letztes Jahr war ich Teil der Ausstellung "Vegan - my story" von der Fotografin Julia Basmann. Dort durfte ich neben zahlreichen anderen Veganies meine "story" erzählen und habe Julias Fragen beantwortet. Diese findet ihr auf Julias Blog und nun auch im Folgenden bei mir.
Wie bist du zur veganen Ernährung gekommen?
Fleisch habe ich schon als Kind nicht gern gegessen. Ich weiß noch, wie sehr ich mich vor Knorpeln und Fettstreifen geekelt habe. Somit habe ich Fleisch nur widerwillig und eben dann gegessen, wenn es auf den Tisch kam.
Mit Anfang 20 habe ich schon so gut wie gar kein Fleisch mehr gegessen. Als ich dann im TV eine Reportage gesehen habe, in der über einen verunfallten Schweinetransporter berichtet wurde, habe ich mich dazu entschieden, offiziell vegetarisch zu leben.
Unglaublich, wie befreit ich mich in dem Moment gefühlt habe und wie schön es war, bei gemeinschaftlichen Essen zu sagen „ich bin vegetarisch“. Natürlich durfte ich mir den ein oder anderen Spruch anhören, doch meine Entscheidung wurde akzeptiert. „Aber vegan bist du nicht, oder? Das ist doch zu extrem. Da kannst du doch gar nichts mehr essen“, wurde mir jedoch auch immer mal wieder entgegengebracht. Damals konnte ich mir eine vegane Ernährung nicht vorstellen, denn auf Käse und Joghurt kann man doch nicht verzichten… oder?
Ich weiß auch noch, dass ich hin und wieder gefragt wurde, warum ich vegetarisch esse. „Du bist doch nicht so ein Öko, oder? Du machst das doch nicht wegen der Tiere, oder? Tssss!“ – Als wäre das das größte Verbrechen. „Natürlich nicht“, habe ich geantwortet, „mir schmeckt Fleisch einfach nicht.“
Mit Ende 20 habe ich angefangen, mich ehrenamtlich im Tierschutz zu engagieren. National und international habe ich mit in Not geratenen Tieren gearbeitet. Vom Elefanten bis zum Meerschweinchen, von der Antilope bis zum Huhn. Trotzdem hat es dann noch ein paar Jahre gedauert, bis sich der Schalter in meinem Kopf umgelegt hat und ich zugelassen habe, zu realisieren, was es überhaupt bedeutet, tierische Produkte zu konsumieren.
Ich rette Hühner aus Legebatterien, gebe ihnen Namen, sehe wie sie aufblühen und esse trotzdem Eier? Als dann eines Tages auf meinem Weg zum Bahnhof ein Tiertransporter an mir vorbeigerauscht und ohne zu bremsen in die Kurve gefahren ist, hat das Poltern der armen Wesen im Inneren des Anhängers endlich einen schmerzhaften Punkt in mir berührt. In dieser Sekunde wusste ich: Ich kann das alles nicht mehr unterstützen. Ich will nicht, dass Tiere für mich, meinen Konsum und meine Schwäche leiden müssen. Seit dem Tag lebe ich glücklich vegan – eine der besten Entscheidungen meines Lebens!
Was empfiehlst du jemandem, der anfangen möchte?
Sei offen und neugierig! Sei nicht zu streng mit dir selbst! Jeder Tag, an dem du vegan lebst, dich gegen die Pizza mit Käse, die Lederschuhe oder nicht vegane Kosmetik entscheidest ist ein Gewinn!
Stell dir die Frage, warum du vegan leben möchtest. Dir die Gründe vor Augen zu führen, wird dir helfen, über die Momente hinweg zu kommen, in denen du mit dir haderst. Außerdem wird dir sicherlich schnell bewusstwerden, dass dir
1. gar nichts fehlt
2. es heutzutage ein umfangreiches Angebot an veganen Lebensmitteln gibt und
3. dass es in den meisten Fällen die Gewürze sind, die den Geschmack ausmachen. Surprise!
Mir macht es Spaß, mich mit veganen Rezepten zu beschäftigen, die gerade auf Social Media trenden. Meist ist es super einfach, diese nachzumachen. Generell macht es super viel Spaß, mit frischen Zutaten zu kochen. Zu wissen, dass man der eigenen Gesundheit Gutes tut, ebenso der Umwelt und nicht zuletzt den Tieren, trägt dann schlussendlich genug dazu bei, dass das vegane Essen hervorragend schmeckt.
Informiere dich! Tausche dich mit anderen vegan lebenden Menschen aus! Frage nach! Gehe genussvoll und neugierig einkaufen. Schau dir die Inhaltsstoffe auf den Etiketten an!
Du wirst sehen: Sein Leben vegan zu gestalten ist viel, viel leichter, als du denkst und als es dir die Gesellschaft immer wieder vorgaukeln möchte. Lieblingsgerichte zu veganisieren ist heutzutage einfacher denn je. Vegane Ernährung ist kein Verzicht (mehr), nur Genuss ohne Reue, ohne schlechtes Gewissen.
Denn seien wir mal ehrlich: Kein vernünftiger, gesunder Mensch, der einmal die Blockade im Kopf eingerissen hat und zulässt zu verstehen, was die Menschen den Tieren antun, kann noch mit gutem Gewissen tierische Produkte konsumieren. Mach die Augen auf, schau dir Dokumentationen, Reportagen und Filme an, die dir zeigen, wie es in der Milchindustrie und auf Schlachthöfen zugeht. Danach kannst du gar nicht mehr anders, als Ekel zu empfinden. Ekel vor der Scheibe Käse auf deinem Brot, der mit Eiter versetzten Milch in deinem Kaffee, der zermatschten Tierleiche, aus der deine Frikadelle gemacht wurde…
Auch der Ekel vor dir selbst und davor, dass du diese ausbeutende Industrie so lang unterstützt und nicht hingesehen hast, gehört dazu. Doch ab diesem Moment hast du es in der Hand. Wegen dir muss kein neugeborenes Kalb von seiner Mutter getrennt werden, wegen dir muss die Mutterkuh nicht um ihr Baby schreien und weinen, wegen dir müssen keine Küken geschreddert werden, Schweine ein qualvolles Leben lang dahinsiechen ohne einmal Sonne auf der Haut gespürt zu haben oder Enten auf Körpermasse gezüchtet werden, sodass sie keinen Schritt mehr laufen können. Du kannst die Entscheidung für dich treffen. Jetzt sofort. Und ich verspreche dir: Es tut soooooo gut! Worauf wartest du noch?
Melde dich gern bei mir, erzähle mir deine Geschichte! Ich unterstütze dich so gut ich kann. Du findest mich als @AnkasGeblubber auf Social Media und ich freue mich auf den Austausch mit dir!
Schau mal:
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