Mein Sommer-Leserückblick: Acht Bücher zwischen Roadtrip, Thrill und Herbstgefühlen
Im Sommer durfte ich mich einmal quer durch verschiedene Geschichten lesen und hören: von einer brutalen Fantasywelt über einen Roadtrip entlang europäischer Küsten bis hin zu modernen Thrillern, einer emotionalen Romance und meinem ersten feministischen Sachbuch.
Einige Bücher haben mich komplett abgeholt, andere haben mich trotz toller Grundidee eher ratlos zurückgelassen. Lasst uns nun noch einmal in die Geschichten eintauchen, ich erzähle euch von Lieblingsmomenten und verrate euch, warum nicht alle Bücher gänzlich überzeugen konnten.
Falls ihr heute keine Lust auf einen XXL-Beitrag habt, schaut euch gern mein passendes Video an und lasst euch berieseln. Ich verlinke es am Ende der Seite.
Elias & Laia – Die Herrschaft der Masken von Sabaa Tahir
Dieses Buch stand schon sehr lange auf meiner Liste. Die Reihe hat bei ihrem Erscheinen einen riesigen Hype erlebt, und ich war wirklich gespannt darauf, endlich selbst in diese Welt einzutauchen.
Zwischenzeitlich wurde die Reihe übrigens von cbt neu aufgelegt. Sie trägt jetzt den Titel "An Ember in the Ashes".
Im Mittelpunkt stehen zwei Perspektiven: Elias und Laia. Elias wird an einer Militärakademie zum Soldaten und zur Silbernen Maske der Macht ausgebildet. Er lebt in einem System, das von Angst, Gehorsam und brutaler Gewalt geprägt ist. Schon innerhalb der Akademie herrscht ein unfassbar rauer Ton und Jugendliche, die zu fliehen versuchen, werden vor allen anderen exekutiert.
Laia lebt mit ihrem Bruder und ihren Großeltern zusammen. Als ihr Zuhause überfallen wird, sterben ihre Großeltern, während ihr Bruder von den Masken verschleppt wird. Um ihn zu retten, schließt Laia sich den Rebellen an. Sie lässt sich als Undercover-Sklavin in die Militärakademie einschleusen, um Informationen zu sammeln. Dort kreuzen sich schließlich ihre Wege und die von Elias.
Die Ausgangslage ist wahnsinnig spannend. Ich konnte gut in das fantastische, leicht dystopisch anmutende Setting eintauchen, und auch der Schreibstil hat mich gut durch die Geschichte geführt. Mein Problem war ausschließlich die allgegenwärtige, sehr explizit dargestellte Brutalität.
Gewalt gehört in dieser Geschichte eindeutig zum System und zur Handlung. Für mich war sie allerdings zu plakativ und zu häufig präsent. Ich hätte mir gewünscht, dass manche Szenen weniger direkt gezeigt werden. Nach etwas mehr als 200 Seiten habe ich das Buch deshalb schweren Herzens abgebrochen.
Das ist kein Urteil darüber, ob die Reihe gut oder schlecht ist. Ich verstehe absolut, warum viele Menschen sie lieben. Für mich war sie in diesem Moment einfach zu belastend.
Immer am Meer entlang von Franziska Jebens
Nach dieser schweren Fantasywelt brauchte ich etwas Leichtes, Frisches und Sommerliches. Genau das habe ich in Immer am Meer entlang von Franziska Jebens gefunden.
Josie träumt seit ihrer Kindheit davon, mit einem Bulli die Küsten Europas zu bereisen. Sie hat lange für diesen Traum gespart, sich bei der Polizei beurlauben lassen und startet nun endlich allein in ihr Abenteuer. Unterwegs begegnet sie Paul, der ebenfalls spontan mit einem Camper losgezogen ist.
Paul war in seinem Alltag festgefahren, hat sich zu sehr über seine Arbeit definiert und irgendwann gemerkt, dass er die Notbremse ziehen muss. Weil er seine Reise deutlich weniger geplant angegangen ist als Josie, gerät er früh in eine Panne – und ausgerechnet Josie hilft ihm weiter.
Die beiden sind sich bei ihrem ersten Aufeinandertreffen nicht sofort sympathisch. Trotzdem begegnen sie sich auf ihrer Route immer wieder. Aus Zufällen werden bewusste Begegnungen, kleine Nachrichten und Hinweise führen sie an besondere Orte, und ganz langsam entsteht eine zarte Verbindung.
Die Liebesgeschichte ist dabei nicht das Einzige, was dieses Buch ausmacht. Gerade zu Beginn steht vor allem das Gefühl des Unterwegsseins im Mittelpunkt: morgens mit dem Sonnenaufgang aufstehen, aufs Meer blicken, tief durchatmen, den Kopf wieder frei bekommen und zu sich selbst finden.
Ich mochte auch die Begegnungen, die Josie und Paul mit anderen Menschen machen. Die Geschichte hält sich nie übertrieben lange an einem Ort auf, kleine Zeitsprünge passen wunderbar zum Roadtrip-Charakter.
Besonders schön fand ich den Gedanken, wie privilegiert wir innerhalb der EU reisen können. Grenzen überqueren, neue Orte entdecken und einfach losfahren zu dürfen, ist etwas, das im Alltag viel zu wenig wertgeschätzt wird.
Für mich war dieses Buch ein absoluter Wohlfühlroman und ein kleiner Anstifter zum Glücklichsein. Es hat mich nicht nur unterhalten, sondern auch motiviert, die eigenen Wünsche nicht immer auf irgendwann zu verschieben, sondern einfach mal mutig zu sein.
A Recipe for Rivals von Bianca Wege
Manchmal brauche ich ein Hörbuch, das einfach locker, frech und kurzweilig ist. Deshalb habe ich mich als nächstes für A Recipe for Rivals von Bianca Wege entschieden.
Emma zieht für ein Volontariat bei einer Fernsehproduktion nach Leipzig. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Levi arbeitet sie an einer Kochshow. Das Setting hinter den Kulissen einer TV-Produktion fand ich richtig super. Es zieht sich durch den gesamten Roman.
Emma und Levi können sich zunächst überhaupt nicht ausstehen. Trotzdem müssen sie nicht nur beruflich zusammenarbeiten, sondern wohnen auch noch direkt übereinander. Die Voraussetzungen für eine klassische Rivals-to-Lovers-Geschichte sind also mehr als erfüllt.
Beide kämpfen um eine Übernahme nach dem Volontariat und spielen sich gegenseitig Streiche, die zunehmend aus dem Ruder laufen.
Erzählt wird alles aus Emmas Perspektive. Ich mochte es sehr, wie Bianca Wege dieses unsichere Lebensgefühl nach Studium, Berufseinstieg und Umzug in eine neue Stadt einfängt. Emma ist erwachsen, fühlt sich aber trotzdem noch nicht vollkommen angekommen. Sie zweifelt, sucht ihren Platz und sammelt zum ersten Mal viele Erfahrungen ganz allein.
Das Hörbuch wird von Ann-Kathrin Hinz gelesen, deren Stimme wunderbar zur jungen, spritzigen Geschichte passt. Bianca Wege schreibt modern, leicht und mit einer angenehmen Frechheit.
Ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass mir die überdrehten Schlagabtausche und Streiche vor einigen Jahren vermutlich noch besser gefallen hätten. Das ist aber überhaupt nichts Negatives: Das Buch war genau das, was ich in diesem Moment gebraucht habe: süß, leicht und schnell wegzuhören.
Ungelöst – Die erste Zeugin von Arno Strobel
Danach wurde es mal wieder Zeit für einen Thriller. Auf Arno Strobels neue Reihe war ich besonders gespannt.
Im ersten Band der Reihe begegnen wir der Medizinstudentin Luisa Menkhoff und dem Ermittler Ramin Brunner. Luisa entdeckt an ihrer Universität einen Aushang über eine vermisste Frau und erkennt sofort, wer darauf abgebildet ist: Nicole Klement, die Partnerin des Mannes, der Luisa vor vielen Jahren als kleines Kind entführt hatte.
Luisa erinnert sich noch an die damaligen Ereignisse und weiß, dass Nicole in die Geschehnisse verwickelt gewesen ist. Deshalb wendet sie sich an die Polizei. Ramin Brunner ist gerade dabei, eine Cold-Case-Einheit aufzubauen, und übernimmt den Fall.
Gemeinsam versuchen die beiden herauszufinden, was mit Nicole passiert ist. Luisa ist überzeugt, dass ihr Entführer von damals eine Rolle spielt und Rache nehmen will. Weil Luisa eine besondere Fähigkeit besitzt, bindet Ramin sie in die Ermittlungen ein, doch beide übersehen etwas Entscheidendes.
Arno Strobel schreibt wie gewohnt sehr flüssig. Ich bin schnell durch das Buch durchgekommen und wollte natürlich wissen, wie alles zusammenhängt. Der Fall war interessant, und gerade die Verknüpfung mit früheren Figuren und Ereignissen fand ich super – ich mag sowas.
Was mir jedoch gefehlt hat, war die große Spannung. Für einen Thriller blieb mir vieles zu entspannt. Ich hatte außerdem recht früh einen Verdacht und wurde nicht wirklich überrascht.
Am Ende war Ungelöst – Die erste Zeugin für mich solide Unterhaltung, aber kein Must-read. Ich kann mir vorstellen, die Reihe weiterzuverfolgen, allerdings ohne dem nächsten Band unbedingt entgegenzufiebern.
Keine Angst, Darling von Vera Buck
Werbung: Dieses Buch wurde mir als kostenfreies Leseexemplar zur Verfügung gestellt.Dieses Buch war für mich eine echte Überraschung und mein klarer Thriller-Favorit aus diesem Rückblick.
Lea ist eine Tradwife-Influencerin, die von heut auf morgen keinen Content mehr postet. Ihre Schwester Paula findet das alarmierend. Die beiden haben sich voneinander entfernt, weil Paula Leas Entwicklung und ihren inszenierten Lebensstil kritisch sieht. Trotzdem ist klar: Etwas stimmt nicht.
Paula fliegt nach Florida, wo Lea mit ihrem Mann und ihrer Tochter in einer abgeschotteten Luxussiedlung lebt. Schon der Zutritt zu dieser Wohnanlage ist schwierig. Als Paula schließlich hineingelassen wird, versucht ihr Schwager sie zu beruhigen: Lea sei nicht verschwunden, sondern lediglich auf einem Retreat.
Doch Paula entdeckt immer mehr Ungereimtheiten. Auch ihre kleine Nichte verhält sich verstörend. Je länger Paula in dieser makellosen, luxuriösen Umgebung bleibt, desto drängender werden die Fragen: Wo ist Lea? Was ist mit ihr passiert? Und welche Strukturen verbergen sich hinter dieser perfekt inszenierten Welt?
Der Thriller ist modern, atmosphärisch und überraschend. Ich habe mich gegruselt, mitgerätselt und mich in die falsche Richtung lenken lassen. Besonders gelungen fand ich, dass die Geschichte mit unterschiedlichen Perspektiven und Erzählformen arbeitet. Zwischen den Kapiteln finden sich unter anderem Podcast-Transkripte, Haushaltsbuchauszüge, Kommentare und Videoskripte.
Gleichzeitig steckt in der spannend erzählten, fiktiven Geschichte auch Gesellschaftskritik. Der Roman beschäftigt sich nicht nur mit dem Verschwinden einer Frau, sondern auch mit dem Tradwife-Ideal: Was steckt hinter diesem Lebensstil? Welche Rollenbilder werden vermittelt? Welche Folgen können solche Abhängigkeiten haben? Wer profitiert davon?
Eine Auflösung gegen Ende hat mich zunächst irritiert. Das Nachwort hat mir dann aber deutlich gemacht, warum diese Entscheidung wichtig war und warum es sogar wertvoll ist, dass ich selbst zunächst in eine bestimmte Richtung gedacht habe.
Keine Angst, Darling war für mich weit mehr als ein spannender Thriller. Das Buch hat mich auch nach dem Lesen beschäftigt und bekommt von mir fünf Sterne sowie eine klare Leseempfehlung.
6. Sensitivity Reading von Etta L. Harding
Werbung: Dieses Buch wurde mir als kostenfreies Leseexemplar zur Verfügung gestellt.
Content Note: Das Buch behandelt unter anderem Essstörungen und Binge Eating.
Sensitivity Reading ist ein emotionaler Roman über Körperbilder, Vorurteile, Essstörungen und die Frage, wie wir andere Menschen wirklich sehen.
Simi ist eine erfolgreiche New-Adult-Autorin und möchte mit ihren Büchern marginalisierten Gruppen Raum geben. Für ihren neuen Roman hat sie einen mehrgewichtigen Protagonisten geschrieben. Ihr Verlag hält ein Sensitivity Reading für notwendig und sucht zusammen mit ihr nach einer Person, die das Manuskript aus eigener Erfahrung beurteilen kann.
So trifft Simi auf Jonah. Er ist stark mehrgewichtig und leidet unter anderem unter Binge-Eating. Simi bittet ihn, ihr Manuskript zu lesen und ihr Rückmeldung dazu zu geben, ob ihre Figur respektvoll, authentisch und glaubwürdig dargestellt ist.
Die Grundidee fand ich unglaublich wichtig. Mehrgewichtige Figuren kommen gerade in romantischen Geschichten viel zu selten vor, obwohl sie selbstverständlich Teil unserer Realität sind. Auch die Themen Selbstwert, Diskriminierung, Partnerschaft und mentale Gesundheit werden deutlich angesprochen.
Gleichzeitig hatte ich beim Lesen große Schwierigkeiten mit Jonah. Ich konnte nachvollziehen, dass seine Erfahrungen, seine Erkrankung und die Verletzungen durch sein Umfeld ihn geprägt haben. Trotzdem war er Simi gegenüber oft so abwertend, aggressiv und verletzend, dass ich die Annäherung zwischen den beiden kaum mitfühlen konnte.
Gerade deshalb fiel es mir schwer, das Buch eindeutig einzuordnen. Ich finde es wertvoll, dass Jonah nicht als makelloser Book Boyfriend dargestellt wird und dass seine Krankheit nicht romantisiert wird. Aber für mich persönlich war seine Sprache und sein Verhalten stellenweise nur schwer auszuhalten.
Besonders interessant fand ich das ausführliche Interview mit Torsten Pricks im hinteren Teil des Buches. Als Coach, Speaker und Content Creator beschäftigt er sich mit Binge Eating, Adipositas, Selbstwert und mentaler Gesundheit. Seine Perspektive ergänzt die fiktionale Geschichte sehr sinnvoll.
Dieses Buch ist wichtig und behandelt relevante Themen. Emotional abgeholt hat es mich jedoch nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte. Vielleicht ist es auch eine Geschichte, über die man länger nachdenken muss, bevor sich ein endgültiges Gefühl dazu einstellt.
Good Girl Exit – Vom Ende weiblicher Verfügbarkeit von Silvi Carlsson
Mein erstes feministisches Sachbuch war gleichzeitig eines meiner Lesehighlights: Good Girl Exit von Silvi Carlsson.
Das Hörbuch wird von der Autorin selbst gelesen, und genau deshalb kann ich diese Version besonders empfehlen. Ihre Stimme, ihre Wut, ihre persönlichen Erfahrungen und ihre Leidenschaft für das Thema machen dieses Buch als Hörbuch noch intensiver.
Im Kern geht es um eine große Frage: Was passiert, wenn Frauen sich der Erwartung entziehen, immer nett, verständnisvoll, verfügbar und für andere da zu sein?
Silvi Carlsson beschäftigt sich mit People Pleasing, emotionaler Verfügbarkeit und weiblicher Sozialisation. Sie zeigt, wie tief der sogenannte Good-Girl-Komplex in Beziehungen, Karrieren und unserem Blick auf den eigenen Körper verankert ist. Und sie fragt, was sich verändert, wenn Männer nicht länger das Zentrum unseres Denkens und Handelns bilden.
Für mich war das Buch ein starker Mix aus persönlichen Erfahrungen, psychologischer Einordnung sowie historischen und gesellschaftlichen Hintergründen. Es ist radikal, persönlich und politisch, ohne sich unzugänglich anzufühlen.
Beim Hören habe ich genickt, mich ertappt gefühlt und stellenweise auch Tränen in den Augen gehabt. Besonders kraftvoll waren die Passagen, in denen Silvi ihre Stimme hörbar verändert und die Wut durchscheinen lässt, die viele Frauen vermutlich kennen.
Ich finde, Good Girl Exit eignet sich wunderbar als Einstieg in feministische Sachbücher. Es macht Mut, sich mit Themen auseinanderzusetzen, die vielleicht zunächst außerhalb der eigenen Komfortzone liegen. Für mich hat dieses Buch auf jeden Fall eine Tür geöffnet: Ich habe danach direkt Lust bekommen, häufiger zu Sachbüchern zu greifen.
Fünf Sterne und eine große Empfehlung – besonders als Hörbuch.
Perfect Crime – Wenn niemand dir glaubt von Claire Douglas
Perfect Crime war mein erstes Buch von Claire Douglas, aber bestimmt nicht mein letztes.
Emilia ist eine erfolgreiche Krimiautorin und arbeitet am letzten Band ihrer Reihe. Sie hat beschlossen, ihre Ermittlerin sterben zu lassen, um endlich etwas Neues beginnen zu können.
Doch plötzlich geschehen in Emilias Umfeld Dinge, die erschreckend genau zu Ereignissen aus ihren bereits veröffentlichten Romanen passen. Was zunächst noch weit weg wirkt, rückt ihr immer näher. Emilia fühlt sich beobachtet und Kameras bestätigen schließlich, dass da tatsächlich jemand ist.
Dann passieren sogar Dinge, die in ihrem unveröffentlichten Manuskript stehen. Dieses Manuskript haben bislang nur ihre Lektorin und einige enge Vertraute gelesen ...
Die Grundidee kennt man vielleicht aus anderen Thrillern: Inhalte aus Büchern werden real. Claire Douglas schafft es aber, diesen Ansatz spannend und frisch umzusetzen. Von Anfang an geraten beinahe alle Figuren unter Verdacht. Ständig habe ich meine Meinung geändert, neue Theorien entwickelt und sie kurz darauf wieder verworfen.
Die Atmosphäre ist packend, aber nicht hektisch. Das Buch ist kein klassischer Thriller mit einem Cliffhanger nach dem anderen und dauerhaftem Herzrasen. Stattdessen entwickelt sich die Spannung ruhiger, fast gemütlich, obwohl die Ereignisse natürlich alles andere als gemütlich sind.
Wir verbringen viel Zeit in Emilias Haus, und genau dieses heimelige Setting steht im starken Kontrast zu ihrem wachsenden Gefühl, verfolgt zu werden. Für mich war das eine richtig gelungene Mischung aus Cozy-Crime-Vibes und psychologischem Nervenkitzel.
Words I Keep von Josi Wismar
Mein letztes Sommerbuch hat mich schon perfekt auf den Herbst eingestimmt: Words I Keep von Josi Wismar ist der Auftakt der Amber-Falls-Trilogie und spielt in einer Kleinstadt, die mich vom Gefühl her immer wieder an Stars Hollow erinnert hat.
Die Geschichte beginnt im November und liefert genau die Vibes, die ich mir von einem Herbstbuch wünsche: Kürbissuppe, Regen, Schals und ein Herbstfestival.
Emily ist Buchbloggerin und lebt mit ihrer Schwester in Amber Falls, wo sie aufs College geht. Bücher sind ein zentraler Teil ihres Lebens. Sie liebt es, über sie zu sprechen, in Geschichten einzutauchen und ihre Begeisterung mit anderen zu teilen.
Am College trifft sie auf David. Er ist attraktiv, umschwärmt und auf den ersten Blick ein klassischer Book Boyfriend. Zwischen den beiden entwickelt sich schnell eine süße Liebesgeschichte. David bringt allerdings auch familiären Druck und eigene Hintergründe mit, über die ich an dieser Stelle gar nicht zu viel verraten möchte.
Die Romance war niedlich, aber für meinen Geschmack etwas zu schnell. Ich liebe Slow Burn und lese besonders gern darüber, wie sich Gefühle Schritt für Schritt entwickeln. Emily und David finden dagegen sehr flott zueinander, weshalb mich ihre Liebesgeschichte nicht vollkommen packen konnte.
Was ich dafür umso mehr mochte, waren das Setting und die Nebenfiguren. Die Freundschaften, die Familienkonstellationen und das gesamte Kleinstadtgefühl machen dieses Buch aus. Die Nebenfiguren sind nicht bloß da, um die Handlung voranzutreiben, sondern tragen viel zur Atmosphäre bei.
Auch Josis Schreibstil hat mir sehr gefallen. Sie schreibt modern, emotional und mit einem schnellen Pacing. Sie hält sich nicht unnötig an Übergängen oder Beschreibungen auf, sondern macht klare Schnitte und bringt die Geschichte weiter. Das funktioniert für mich richtig gut.
Words I Keep war kein absolutes Highlight, aber ein sehr schönes, herbstliches Wohlfühlbuch. Besonders neugierig bin ich auf Band 2, denn dort steht Emilys beste Freundin Lexie im Mittelpunkt – und sie ist das komplette Gegenteil von Emily. Ich mochte sie sehr.
Mein Fazit: Ein Sommer voller unterschiedlicher Geschichten
Dieser Lesesommer hatte wirklich alles dabei: Bücher zum Wohlfühlen, Bücher zum Miträtseln, Bücher zum Nachdenken und Geschichten, bei denen ich irgendwann gemerkt habe, dass sie mir gerade nicht guttun.
Meine größten Highlights waren ganz klar Keine Angst, Darling, Good Girl Exit sowie der Roadtrip-Roman Immer am Meer entlang.
Welche Bücher und Geschichten haben euch durch den Sommer begleitet?










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